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Mordfall Mariya in Halle: Unbekannte fordern Lampen für den Todesweg

Schilder fordern Licht.

Schilder fordern Licht.

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Anne Kupk

Halle (Saale) -

Ein trauriger Tag ist dieser 6. Februar für die vielen Freunde der bulgarischen Studentin Mariya Nakovska, die an eben jenem Tag vor zwei Jahren von einem bis heute unbekannten Täter ermordet wurde. Nicht nur Freunde und Bekannte der 29-Jährigen nutzten den Jahrestag des tragischen Todesfalles, um am Tatort, einem Gehweg entlang des Mühlgrabens, frische Blumen für Mariya niederzulegen und Kerzen anzuzünden.

Auch viele Hallenser, die Mariya Nakovska nie kennengelernt hatten, blieben einen Moment in stillem Gedenken stehen. Nicht wenige machten aber auch kein Hehl aus ihrer Ansicht, dass der nach wie vor unbeleuchtete Weg am Rande der Innenstadt, der in einem Gutachten des Landeskriminalamtes Sachsen ein „idealer Tatort“ genannt wird, immer noch eine Einladung an Straftäter darstelle. „Im Dunkeln traue ich mich hier als Frau jedenfalls nicht lang“, sagt eine Spaziergängerin, die den Weg an Mühlgraben und Uni-Sportplatz nur im Sommer nutzt, um zur Arbeit zu laufen. Längst gehöre an die meist als Fußweg genutzte Nebenstraße zu Uni-Sportplatz und Schleusenwärterhaus eine Beleuchtung. „Dass Stadt nicht einmal bereit ist, dazu Stellung zu nehmen, finde ich unmöglich.“

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Und die Frau ist nicht allein mit dieser Ansicht, wie Schilder zeigen, die Unbekannte in der Nacht zum Sonntag entlang des Mühlgrabenweges aufgehängt haben. „Weg am Mühlgraben beleuchten“, wird dort Schwarz auf Gelb gefordert - vorerst noch ohne Echo aus dem Rathaus. Das will erst im Laufe der Woche auf einen detaillierten Fragenkatalog der MZ antworten. (mz)


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