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Info-Veranstaltung zu Flüchtlingsheim: Ärger über die geplante Unterkunft

Tobias Kogge war am Samstagmorgen von besorgten Anwohnern umringt.

Tobias Kogge war am Samstagmorgen von besorgten Anwohnern umringt.

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Oliver Müller-Lorey

Halle (Saale) -

In Halle-Rosengarten hat am Samstagvormittag eine Informationsveranstaltung über ein geplantes Flüchtlingsheim im Robinienweg stattgefunden. Mindestens 70 Bürger, darunter viele Anwohner standen schon um zehn Uhr vor dem grünen Block an der Merseburger Straße, auch die Polizei war sicherheitshalber vor Ort.

Viele hatten an der Besichtigung einer Wohnung - dem eigentlichen Grund für die Einladung - jedoch gar kein Interesse. Sie machten stattdessen ihrem Ärger über die geplante Unterkunft Luft, da sie befürchten, das Umfeld des Hauses könne durch die Einquartierung der Flüchtlinge massiv abgewertet werden. Schon nach kurzer Zeit war Tobias Kogge, Beigeordneter für Bildung und Soziales der Stadt, von einer Menschenmenge umringt. Von allen Seiten wurde er, teils in einer aggressiven Art und Weise, auf die angeblich drohenden Probleme angesprochen. Kogge reagierte gelassen und versuchte Details zu der Flüchtlingsunterkunft zu erklären.

Neben einigen wenigen augenscheinlich Rechtsradikalen, die kaum in die Diskussion mit einstiegen, sondern das Treiben aus einiger Entfernung lieber beobachteten, gab es auch Bürger, die in freundlichem Ton ihre Argumente und Ängste schilderten und sich anschließend die Wohnungen ansahen.
Der Vertrag zwischen dem privaten Vermieter und der Stadt läuft drei Jahre lang. In 50 bis 70 von insgesamt 84 Wohnungen im Haus sollen Flüchtlinge, überwiegend Syrer, leben. Die Wohnungen sind entweder 31 oder 48 Quadratmeter groß und werden von drei oder vier Personen bewohnt. (mz)


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