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Hafen in Halle-Trotha: Anrainer fordern den Saaleausbau

Hallescher Hafen

Im halleschen Hafen werden hauptsächlich Container umgeschlagen.

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Günter Bauer

Halle (Saale) -

Vertreter von 33 Firmen, Vereinen und Institutionen des Saale-Bündnisses haben am Mittwoch im Hafen Trotha den Ausbau der Saale gefordert. Mit dabei waren auch Reedereien, Wassersport- und Bootsvereine aus Halle.

Anlass der Demonstration war die zweite europäische Hafenhinterland-Konferenz, die ab Donnerstag in der Händelhalle beginnt. Bei dem Treffen wird von Experten die Logistik der Warenströme von den Seehäfen ins Hinterland diskutiert. „Die Binnenschifffahrt ist nicht nur umweltfreundlich, in ihr schlummern immer noch ungenutzte Kapazitäten“, sagte Manfred Sprinzek vom Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt mit Sitz in Halle. „Außerdem ist eine umfassende Flussunterhaltung nicht nur für den Bestand der vielen Firmen, sondern auch für den Hochwasserschutz und den Tourismus wichtig.“

Kanal-Durchstich bis Leipzig

Seit 2011 setzt sich der Verein gegen die damals angedachte Herabstufung der Saale als „Restwasserstraße“ ein. Dann würden die Fahrtiefen bald nicht mehr ausreichen. „Wir brauchen in Halle eine durchgehende Schiffbarkeit der Saale von der Elbe bis nach Merseburg. Ideal für den Saaletourismus wäre der Kanal-Durchstich bis Leipzig“, sagte dazu Andreas Reschke. Seit 18 Jahren hat der Hallenser das Bootshaus 5 am Riveufer zur Anlegestelle für Fahrgastschiffe gemacht.

Zentrale Forderung des Saale-Bündnisses ist die kurze Kanal-Verbindung zur Elbe, was die Saale schiffbar machen würde. 1992 stand dieses Projekt das erste Mal als „vordringlicher Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan. Ohne Kanal ist der Hafen in Trotha zum Geisterhafen geworden. Der Ausbau des Hafens seit 1996 hat 30,4 Millionen Euro gekostet. Inzwischen hat sich der defizitäre Hafen als Container-Terminal etabliert.


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