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Mitteldeutsche Zeitung | Filmpremiere im Luchskino: "Im Dreieck": Geschichte Neustadts auf der Kinoleinwand
31. March 2014
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Filmpremiere im Luchskino: "Im Dreieck": Geschichte Neustadts auf der Kinoleinwand

Heiner Hinrichs (r.), Bauleiter für Zweckbauten in Neustadt.

Ein richtiger Typ, auch noch mit 76 Jahren. Heiner Hinrichs (r.), Bauleiter für Zweckbauten in Neustadt.

Foto:

jens Schlüter

Halle (Saale)/MZ -

Riesenapplaus gab es am Sonntagabend für Heiner Hinrichs bei der seit Wochen ausverkauften Premiere des Films „Im Dreieck“. Der Streifen über den heute 76-jährigen Bauleiter der Zweckbauten in Neustadt lief im „Luchskino“ zum ersten Mal über die Leinwand - immer unterbrochen von Lachern über kuriose Szenen und die ganz eigene Art von Heiner Hinrichs.

Die Mischung aus Defa-Filmmaterial aus dem Jahr 1969 über Hinrichs und die Dreiecksgeschichte mit seinen beiden Freundinnen Heide und Ingrid begeisterte das Premierenpublikum: „Heiner Hinrichs ist eine beeindruckende Persönlichkeit“, sagte Arthur Peda. Gerade die Zwiespältigkeit, die im Film aufgezeigt wurde, war für ihn interessant. Thomas Kümmel lobte, dass gerade über die Geschichte rund um Hinrichs viel über die Geschichte Neustadts vermittelt werde. Und auch Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) als Premierengast fand den Streifen spannend: „Ich habe viel über Neustadt gelernt. Es brauchte damals solche Typen wie Heiner Hinrichs, damit alles pünktlich fertiggestellt werden konnte.“ Denn der unkonventionelle Hinrichs baute auch so manchen seiner Zweckbauten ohne Baugenehmigung.

"Nicht immer leicht, mit mir zu filmen."

Kritik gab es jedoch auch: So monierte ein Zuschauer beim anschließenden Filmgespräch mit Regisseur Uwe Mann und Heiner Hinrichs, dass er gerne mehr über die Bauten von Neustadt statt über die Dreiecksgeschichte erfahren hätte - und erntete großes Raunen. Die meisten waren nicht der Meinung. Denn neben Szenen aus Neustadt zeigt der Film auch, wie unter Regie von Hinrichs der Panoramabau in Bad Frankenhausen entstanden ist.

Kinochef Wolfgang Burkert hatte natürlich auch Fragen: Ob sich Hinrichs denn gut getroffen fühlt? Aber darum ging es dem Protagonisten nicht. Er beglückwünschte vielmehr Regisseur Uwe Mann, „Der hatte es nicht immer leicht, mit mir zu filmen.“

Große Sympathie sammelte Hinrichs auch damit, dass er einen Extraapplaus für Schnittmeisterin Gudrun Steinbrück vom Publikum einforderte. Schließlich war sie es, die aus den zahllosen Stunden Material eine spannende Geschichte hat entstehen lassen - zusammen mit Regisseur Mann und Produzent Mario Schneider.

Weitere Vorstellungen im April

Gäste ohne vorbestellte Karten mussten wieder nach Hause gehen. Aber für weitere Vorstellungen im April sind noch Reservierungen möglich. Ab Mai wird der von der halleschen Produktionsfirma 42film („Mansfeld“) gedrehte Streifen auch als DVD erhältlich sein. Dabei gibt es den Defa-Film über Hinrichs als Bonusmaterial.

Weitere Informationen unter: www.luchskino.de


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