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Emil-Abderhalden-Straße: Campusplatz in Halle soll Namen bekommen

Straßenschild

Straßenschild der Emil-Abderhalden-Straße

Foto:

THomas Meinicke

Halle (Saale)/MZ -

Im Streit um die Umbenennung der Emil-Abderhalden-Straße könnte sich eine Lösung im Stadtrat abzeichnen. Die Fraktion der Mitbürger schlägt in einem Antrag für die Sitzung am 29. Januar vor, dem Campusplatz vor dem neuen Geisteswissenschaftlichen Zentrum einen Namen zu geben. Dieser soll dann zur Postadresse für die universitäre Einrichtung werden. „Damit würden wir die Dringlichkeit aus der Debatte nehmen und zugleich keine Entscheidung für oder gegen Abderhalden treffen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Tom Wolter.

Bisher drängt eine Initiative aus rund 50 Professoren auf eine Umbenennung der Emil-Abderhalden-Straße. Die Begründung: Der Name sei wegen der Rolle des ehemaligen Präsidenten der Leopoldina im Nationalsozialismus als Adresse für das neue Geisteswissenschaftliche Zentrum untragbar.

Umstrittene Umbenennung

Diesen Lösungsvorschlag der Mitbürger könnte die Initiative akzeptieren. „Wenn das so kommt, könnte ich damit sehr gut leben“, sagte Johannes Varwick, der den Aufruf gestartet hatte. Der Kulturausschuss des Stadtrates hatte den Antrag der Grünen auf Umbenennung der Straße Ende des vergangenen Jahres vertagt. Zunächst sollte ein Gutachten der Leopoldina abgewartet werden.

Auch die Gegner einer Umbenennung halten den Vorschlag für annehmbar. „Das ist sicher eine elegante Lösung“, sagte die Geschäftsführerin des Zeit-Geschichten-Vereins in Halle, Heidi Boley. Allerdings fordert sie, dass die Debatte um die Straße weitergeführt werden müsste - auch im Interesse Abderhaldens. „Es ist eine Ehrabschneidung , wenn man einen bestehenden Namen entziehen will.“


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