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Derby Hallescher FC gegen 1. FC Magdeburg: Magdeburger Fan wird angegriffen und schwer verletzt

Derby

Die Polizei bgeleitet die Fans des Drittligisten 1.FC Magdeburg zum Stadion in Halle.

Foto:

Silivo Kison

Halle (Saale) -

Mit einem Großaufgebot und einem neuen Informationskanal hat die Polizei am Sonntag in Halle das Fußball-Derby zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg begleitet, das mit einer Niederlage für die Hallenser endete.

Mehr als 1.000 Fans waren aus der Landeshauptstadt allein mit dem Zug gekommen, etliche weitere waren per Auto nach Halle gereist. Neben hunderten Polizisten auch aus Sachsen, Berlin und Thüringen waren wieder die Reiterstaffel der Polizei sowie ein Hubschrauber im Einsatz, der vor allem die Abreise der Fans aus der Luft begleitete. Insgesamt waren mehr als 1.100 Polizisten im Einsatz.

Die Polizei in Halle hat gestern zudem erstmals Informationen über den Kurznachrichtendienst Twitter zur Verfügung gestellt.

Vor allem Hinweise zu Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen veröffentlichte die Polizei aktuell über ihren Kanal.

Während es in Stendal und Aschersleben zu Auseinandersetzungen zwischen Fans gekommen ist, gab es auch in Halle vereinzelt Probleme. Anhänger des 1. FC Magdeburg hatten in Stendal Streit gesucht. Wie die Polizei mitteilt, hätten Augenzeugen berichtet, wie mehrere Vermummte versucht haben, auf eine Gruppe Fans einzuschlagen, die ebenfalls auf dem Weg zum Spiel nach Halle waren. In Aschersleben ist es zu einem Gerangel in einer Kneipe gekommen. Dort sollen FCM-Fans Anhängern des Halleschen FC die Fan-Schals gestohlen haben.

In Halle musste die Polizei hingegen mehrfach das Aufeinandertreffen rivalisierender Fans verhindern und einige Straftaten aufnehmen.

Am Rannischen Platz wurde ein Magdeburger Fan von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt. Das Opfer musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch im Stadion selbst wurde ein Mitarbeiter der dortigen Security angegriffen und verletzt. Der Mann wurde vor Ort ärztlich versorgt. Alles in Allem mussten laut Polizei mehrere Ermittlungen wegen Körperverletzung, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, das Betäubungsmittelgesetz, Waffengesetz, Landesfriedensbruch und Sachbeschädigung eingeleitet werden.

In einem Regionalexpress mit 530 Fans wurde zudem die Notbremse gezogen, hieß es von der Bundespolizei. Außerdem sei eine Scheibe zu Bruch gegangen. Weitere Sachbeschädigungen gab es demnach in Halle in einem Tunnel des Bahnhofs. (mz)


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