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„24 Wochen“ beim Festival Berlinale: Produktion aus Halle auf Bären-Jagd

Drei Hallenser, eine Erfurterin: Kameramann Friede Clausz, Regisseurin Anne Zohra Berrached, Colorist Eric Bilawa, MMZ-Chef Andreas Nowak (v.l.)

Drei Hallenser, eine Erfurterin: Kameramann Friede Clausz, Regisseurin Anne Zohra Berrached, Colorist Eric Bilawa, MMZ-Chef Andreas Nowak (v.l.)

Foto:

Silvio Kison

Halle (Saale) -

Mitten in einer Yoga-Übung, irgendwie verdreht also am Boden liegend, hatte Anne Zohra Berrached einen Anruf aus Berlin angenommen. Unbekannte Nummer. Dieter Kosslick, Direktor der Berlinale, teilte der jungen Regisseurin mit, dass ihr Film „24 Wochen“ im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele laufen werde. Als einziger deutscher Beitrag bewirbt sich der Film mit den Hauptdarstellern Julia Jentsch und Bjarne Mädel in diesem Jahr nun um einen silbernen oder goldenen Bären.

„Ich habe nach dem Anruf einfach geschrien. Eigentlich kann ich es immer noch nicht fassen“, erzählt die in Erfurt geborene Regisseurin. Sie sitzt im „Studio 2“ des Mitteldeutschen Multmediazentrums (MMZ). Dort beenden seit Anfang Januar die Regisseurin und Kameramann Friede Clausz gemeinsam mit Eric Bilawa, Mitarbeiter der im MMZ ansässigen Bildbearbeitungsfirma Arri Media GmbH, gerade die sogenannte Postproduktion des Berliner Wettbewerbsfilms ab. Dabei werden noch bis heute die Szenen farbig aufeinander und nach gewollten Stimmung digital abgemischt.

Stimmung euphorisch

Die Stimmung im halleschen Studio ist euphorisch. Erst wenige Stunden zuvor hat die Berlinale das Wettbewerbsprogramm der 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin verkündet - mit „24 Wochen“. „Mehr geht für einen Film in Deutschland nicht“, sagt Anne Zohra Berrached lachend. Erst recht nicht für einen Diplomfilm wie den ihren. Erst im Frühjahr beendet sie ihr Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg.

„24 Wochen“ ist überhaupt erst der dritte Abschlussfilm, der im Hauptwettbewerb der Berlinale platziert wird. Die Nachricht aus Berlin ist auch ein Erfolg für den Medienstandort Halle. Denn der Streifen könnte auch unter „made in Halle “ firmieren. Durch die Mitteldeutsche Filmförderung mitfinanziert , fanden die Dreharbeiten je zur Hälfte in Halle und in Leipzig statt.

Aber nicht nur das. Neben Arri Media am Ende war auch die Lacroix-Filmproduktion beteiligt, vom ersten Drehtag an. „Wir haben im MMZ für die Postproduktion und die Drehs optimale Bedingungen. Technisch ist eben alles auf dem neuesten Stand“, sagt Kameramann Friede Clausz.

Stadt als Filmkulisse

Wie Robert Lacroix und seine Produktionsfirma, wie der Colorist Eric Bilawa von Arri Media, ist übrigens auch Kameramann Friede Clausz, der weltweit dreht, Hallenser. Auch sie vertreten Halle, wenn „24 Wochen seine Weltpremiere bei der Berlinale erlebt. Vor allem ist die Postproduktion ein Erfolg für das MMZ und den Medienstandort Halle. „Ein Film im Hauptwettbewerb der Berlinale, der in Halle gedreht und auch postproduziert wurde, das hatten wir noch nicht“, sagt MMZ-Geschäftsführer Andreas Nowak.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand sieht den Einsatz für das MMZ bestätigt: „Unsere Stadt als Filmkulisse und die hervorragenden Möglichkeiten der Filmbearbeitung bieten Produktionsteams ideale Arbeitsbedingungen.“ Nach dem verheerenden Hochwasser 2013 hatte man am Standort des MMZ festgehalten und erneut in modernste Tonmischtechnik und neue Bildbearbeitung investiert, die den weltweit höchsten Standard bietet. (mz)


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