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Nicht in die Tonne!: Neue App hilft beim Reste verwerten

Uhr | Aktualisiert 21.11.2012 14:31 Uhr
Eine App soll helfen, Lebensmittel und Essensreste nicht wegzuwerfen. (FOTO: DPA) 
Die Brotscheiben sind trocken und hart, die Bananen schon braun, - weg damit! Das passiert leider viel zu oft. Wir Deutschen schmeißen pro Jahr im Schnitt jeder 82 Kilo Essen in den Müll. Eine neue App soll helfen, die Verschwendung zu veringern.
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Halle (Saale)/MZ/DMN/DPA. 

Jeder Bundesbürger wirft im Jahr durchschnittlich etwa 82 Kilogramm Lebensmittel im Wert von 235 Euro weg. Etwa 65 Prozent davon ist vermeidbar. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) geht jetzt mit Werbeaktionen gegen die Verschwendung vor. Ihr Ministerium hat eine kostenlose App für Smartphones entwickeln lassen, die dabei helfen soll, Essensabfälle zu vermeiden. Neben Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Nahrungsmitteln enthält sie unter anderem Reste-Rezepte von 50 Spitzenköchen wie Sarah Wiener, Christian Rach, Johan Lafer oder von Prominenten wie Daniel Brühl.

Tipps zum Planen von Einkäufen

So erfährt man mit der App „Zu gut für die Tonne“, dass braune Bananen eine ideale Zutat für ein Curry sind, und sich alte Brotscheiben zum Beispiel zu Armern Rittern verarbeiten lassen. In der Anwendung finden sich aber auch Tipps für die richtige Lagerung von Lebensmitteln und zum guten Planen von Einkäufen. Sie sollen helfen, Reste zu vermeiden. Zur App gehört ebenfalls ein interaktiver Einkaufszettel, der Verbraucher zeitsparend durchs Geschäft leiten soll und die benötigten Mengen für die angegebene Personenzahl kalkulieren kann. Denn das richtige Maß zu finden, ist das größte Problem.

Einer der Gründe für die unnötigen Lebensmittelabfälle ist, dass wir mehr Vorräte kaufen als wir aufbrauchen können. Auch sind oft keine geeigneten Lagerplätze für viele Lebensmittel vorhanden. Am häufigsten wird deshalb Gemüse entsorgt, gefolgt von Obst, Backwaren und Speiseresten.

Wie frische Lebensmittel richtig gelagert werden, welche Obst- und Gemüsesorten in den Kühlschrank und welche zum Beispiel in den Keller gehören, lesen Sie in der Bildergalerie.

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