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Influenza-Saison: Erkältung und Grippe unterscheiden

Uhr | Aktualisiert 15.01.2014 15:13 Uhr
Eine Grippe beginnt meist heftig, eine Erkältung oft eher schleichend.   (BILD: dpa)
Virusinfektionen plagen uns vor allem in der kalten Jahreszeit. Im Herbst beginnt die Erkältungssaison, im Winter folgt die Grippewelle. Halskratzen, Fieber - lesen Sie hier, welche Symptome auf eine gefährliche Grippe hindeuten und welche auf eine harmlose Erkältung.
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Halle (Saale)/MZ/DMN/DPA. 

In den vergangenen Jahren gab es eine Reihe starker Grippewellen. Besonders heftig war die Saison 2012/2013. Weil es bis zum Frühjahr so kalt war, zog sich auch die Grippe bis Mitte April ungewöhnlich lange hin. Rund 7,7 Millionen Arztbesuche aufgrund von Influenza erfasste das Robert Koch-Institut (RKI) in dieser Zeit. So heftig wütete Grippe in Deutschland seit dem Winter 2004/2005 nicht mehr.

Grippe sollte man ernst nehmen

Hat die Grippe einen erwischt, ist es zu spät für eine Impfung. Doch wie erkennt man, dass es sich um eine echte Grippe handelt und man nicht einfach erkältet ist? Grippe (Influenza) und Erkältung (wird auch als grippaler Infekt bezeichnet) sind beide Viruskrankheiten, die jedoch von verschiedenen Viren hervorgerufen werden. Verläuft die Erkältung in der Regel harmlos, sollte man eine Grippe ernst nehmen. 5000 bis 8000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr daran.

Typisch für die Grippe ist, dass sie heftig und eher plötzlich beginnt. Man fühlt sich auf einmal krank, weil oft mehrere Symptome gleichzeitig auftreten. Etwa Kopf- und Gliederschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost und Husten. Das hohe Fieber kann mehrere Tage anhalten. Mit der Grippe einher geht eine starke Erschöpfung, auch der Appetit schwindet. Und es dauert wesentlich länger als bei einer Erkältung, bis man nach einer echten Virusgrippe tatsächlich wieder fit ist.

Typisch für eine Erkältung ist ein eher schleichender Beginn. Die Symptome treten häufig nacheinander auf oder lösen sich sogar ab. Oft kratzt zunächst der Hals, dann läuft die Nase und anschließend entwickelt sich ein Husten. Fieber ist eher selten und wenn hält es nicht so lange an. Wahrscheinlich ist eher ist die Temperatur erhöht. In der Regel sind die Symptome nach zwei Wochen ausgestanden.

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Viele Menschen haben bei nasskaltem Herbst- und Winterwetter mit Erkältungen zu kämpfen. Nicht immer müsse man dann einen Arzt aufsuchen, sagte Klaus Schäfer vom Hausärzteverband in Hamburg. „Bei einer unkomplizierten Erkältung sollte es nicht unbedingt erforderlich sein.“ Bei klarem und glasigem Schnupfen sei in der Regel von einer Erkältung auszugehen, sagt Schäfer. „Wenn es dick gelb-grün rauskommt, sollte man schon einen Arzt aufsuchen.“

Schonen, Sport und Belastungen vermeiden

Deuten die Symptome jedoch auf eine Grippe hin, ist ein Arztbesuch ratsam. Wenn der Mediziner, auch wenn die Erkrankung eher schwer verläuft, von einer grippeähnlichen Erkrankung spricht, sollte man sich nicht wundern „Dieser Begriff ist so gewählt, weil man ausdrücken möchte, dass die Erkrankung zwar so ähnlich ist wie eine Grippe, aber nicht jede grippeähnliche Erkrankung ist eine Grippe. Eine Grippe ist letztendlich mit Sicherheit nur durch einen Labortest nachzuweisen“, heißt es auf den Influenza-Seiten des Robert-Koch-Instituts.

So oder so sollte man sich zu Hause schonen, Sport und andere Belastungen vermeiden. Um die Erkältungssymptome zu bekämpfen, empfiehlt Hausarzt Klaus Schäfer Nasenspülung mit Salzwasser, Salbe für die Nasenschleimhaut oder Tee mit Honig. Bei erhöhter Körpertemperatur muss man sich zunächst keine Sorgen machen. „Fieber ist eine Abwehrreaktion“, sagt Schäfer. „Bei einer erhöhten Temperatur arbeitet die Abwehr besser.“

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