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Schalke gegen Greuther Fürth: Jones gönnt Asamoah Beifall nicht

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Schalkes Jermaine Jones (l.) im Kampf um den Ball mit dem Fürther Nikola Djurdjic (r.). (FOTO: DPA) 
Als in der 83. Minute Gerald Asamoah vom Feld ging, erhoben sich 60.000 Schalker Fans und spendeten tosenden Applaus. Einem gefiel die besondere Anerkennung des königsblauen Publikumslieblings im Trikot der SpVgg Greuther Fürth überhaupt nicht: Jermaine Jones.
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Gelsenkirchen/DPA. 

Als in der 83. Minute Gerald Asamoah vom Feld ging, erhoben sich 60.000 Schalker Fans und spendeten tosenden Applaus. Einem gefiel die besondere Anerkennung des königsblauen Publikumslieblings im Trikot der SpVgg Greuther Fürth überhaupt nicht. „Ich kann nicht verstehen, dass die Fans einen Gerald Asamoah bei all seinen Verdiensten für Schalke bei der Auswechslung so feiern“, sagte Schalkes Mittelfeldrenner Jermaine Jones nach dem 1:2 (0:0) gegen den Tabellenletzten, „und wir werden so runtergepfiffen und kaputtgemacht.“

Der US-Nationalspieler muss Probleme mit seinem Gehör gehabt haben. Denn obwohl er mit seinem Team eine ganz schwache Leistung ablieferte, wurden die Gelsenkirchener von der ersten bis zur letzten Minute von ihrem Anhang angefeuert. Pfiffe gab es während des Spiels nur vereinzelt - nach dem Pausen- und dem Schlusspfiff und, als Trainer Jens Keller vorzeitig Jungstar Julian Draxler auswechselte, dann allerdings ohrenbetäubend. „Ich bin seit sechs Jahren hier. Wir versuchen jedes Jahr, hier etwas aufzubauen. Wenn man jedes Mal so runtergemacht wird, braucht man sich nicht zu wundern“, ereiferte sich Jones weiter.

Asamoah, der in elf Jahren 279 Bundesligaspiele für Schalke bestritt und im vergangenen Sommer in die königsblaue Ehrenkabine aufgenommen wurde, war beim ersten Spiel in der Arena im Trikot des Gegners nicht ganz wohl in seiner Haut. Dass die Fürther Negativserie ausgerechnet auf Schalke endete, sei „bitter, aber wir freuen uns“.