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DFB-Pokal: Dortmund spaziert ins Viertelfinale

Uhr | Aktualisiert 19.12.2012 22:39 Uhr
Die Dortmunder um Jakub Blaszczykowski, Ilkay Gündogan und Mario Götze (l-r) gaben sich keine Blöße. (FOTO: DPA) 
Mit dem höchsten Sieg aller Konkurrenten ist Titelverteidiger Borussia Dortmund ins Viertelfinale des DFB-Pokals spaziert. Neben Dortmund zogen auch der VfB Stuttgart, der VfL Wolfsburg und der VfL Bochum in die Runde der besten Acht ein.
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berlin/dpa. 

Mit dem höchsten Sieg aller Konkurrenten und einem überragenden Mario Götze ist Titelverteidiger Borussia Dortmund leicht und locker ins Viertelfinale des DFB-Pokals spaziert. Einen Tag nach dem Zittersieg von Rekordgewinner FC Bayern spielten die Westfalen mit einer phasenweise beeindruckenden Leistung den Bundesliga-Rivalen Hannover 96 am Mittwochabend vor 79 000 Zuschauern in Dortmund förmlich an die Wand. Am Ende hieß es 5:1 (3:0) - drei Mal traf Götze.

Neben Dortmund zogen am Mittwoch auch die Erstliga-Konkurrenten VfB Stuttgart durch ein 2:1 (2:0) über den 1. FC Köln, der VfL Wolfsburg dank eines Kraftakts in den Schlussminuten beim 2:1 (0:1) über Bayern Leverkusen und der VfL Bochum durch einen 3:0 (1:0)-Sieg im Zweitliga-Derby gegen den TSV 1860 München in die Runde der besten Acht am 26./27. Februar ein. Am Dienstag hatten es die Bayern sowie der FSV Mainz 05, der SC Freiburg und Pokalschreck Kickers Offenbach geschafft.

Sie alle wollen zum Finale am 1. Juni in Berlin, die Vorschlussrunde findet am 16./17. April statt. Mit der Leistung vom Mittwoch gegen den Bundesliga-Elften aus Hannover könnten die Borussen für den erneuten Hauptstadtbesuch eigentlich schon planen. Nachdem die Bayern beim 2:0 auswärts gegen den FC Augsburg auch ein bisschen hatten bangen müssen, konnte von Zittern bei den Zauberfußballer um Mario Götze keine Rede sein.

Der Nationalspieler erzielte in der 3. Minute das 1:0, eine Viertelstunde später erhöhte Jakub Blaszczykowski, ehe erneut Götze (40.) zuschlug. Mame Biram Diouf konnte elf Minuten vor Schluss nur noch ein bisschen Ergebnis-Kosmetik betreiben, denn fast postwendend stellte Götze den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Robert Lewandowski sorgte in der 90. Minute sogar noch für den fünften Borussen-Treffer.

Mehr Mühe in einem der insgesamt vier Bundesliga-Duelle des Achtelfinales hatte der VfL Wolfsburg. Lange sah es so aus, als würde das womöglich letzte Spiel von Interimscoach Lorenz-Günther Köstner mit dem Aus im DFB-Pokal enden. Nach dem Ausgleich durch Christian Träsch (77.) sorgte aber Bas Dost für den erfolgreichen Kraftakt über Bayer 04 Leverkusen, das durch ein Eigentor von Fagner (31.) in Führung gegangen war.

Von den Spekulationen um einen möglichen Nachfolger Namens Bernd Schuster ließ sich Köstner nach dem nervenzehrenden Viertelfinaleinzug nicht sonderlich irritieren. „Solange ich gebraucht werde und nichts anderes gesagt wird, mache ich das“, sagte er und betonte: „Ich bin ein Übergangstrainer.“

Trainerkollege Bruno Labbadia hat derlei Sorgen nicht. Nach einer beachtlichen Hinrunde setzte sich sein VfB Stuttgart im Jahreskehraus gegen Bundesliga-Absteiger Köln durch. Vor allem eine starke erste Halbzeit machte den Weg frei zur zweiten Viertelfinal-Teilnahme nacheinander. Christian Gentner (31.) und Vedad Ibisevic (35./Handelfmeter) mit seinem 18. Pflichtspieltreffer in dieser Saison sorgten vor 22 000 Zuschauern für das i-Tüpfelchen auf eine beachtliche Hinrunde - gleichwohl Christian Clemens mit seinem Anschlusstreffer zehn Minuten vor Schluss die schwäbischen Nerven noch mal strapazierte.

Mit einem Grinsen dürften sich letztlich auch die Bochumer in die Weihnachtsfeiertage verabschieden. Auch wenn der Sieg gegen Lieblingsgegner 1860 München zunächst ein hartes Stück Arbeit gewesen war. 180 Sekunden nach der Roten Karte gegen Guillermo Vallori (27.) wegen einer Notbremse brachte Zlatko Dedic die Hausherren aber vor 20 206 Zuschauern in Führung. Mit einem Doppelschlag sorgte Marcel Maltritz (75./77.) für die Entscheidung. Das sei ihm zuletzt in der D- oder C-Jugend gelungen, meinte der Doppeltorschütze.

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