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Bundesliga: Fokussierung fällt schwer für Bayern und Dortmund

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Die Dortmunder wollen nun Jagd auf die Bayern machen. (FOTO: DPA) 
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Beim FC Bayern und Borussia Dortmund wächst die Anspannung. Schließlich kommt es am Ende der englischen Woche zum Kräftemessen der Branchenführer. Der Hype um diese Partie macht es schwer, den Fokus auf die Duelle gegen Düsseldorf und Freiburg zu richten.
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Düsseldorf/dpa. 

Fast alle in Dortmund reden bereits vom Giganten-Treffen, kaum jemand vom Spiel gegen Düsseldorf. Bei den Borussen, von Trainer Jürgen Klopp als «Mentalitäts-Monster» gelobt, wächst die Vorfreude auf das Duell beim FC Bayern. Doch wenige Tage vor der Partie in München muss der Double-Sieger am Dienstag zunächst die Aufgabe gegen Aufsteiger Fortuna meistern.

Es passte ins Bild, dass auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Jahreshauptversammlung des Revierclubs mit seinen Gedanken schon einen Spieltag weiter war: «Die Bayern sind ein großer Gegner. Nichtsdestotrotz haben wir sie zuletzt ein paar Mal auf die Bretter geschickt.»

Einen Tag vor der vermeintlich schwereren Aufgabe des souveränen Spitzenreiters in Freiburg legt der BVB in der englischen Woche gegen Düsseldorf vor. Bei bereits neun Punkten Rückstand auf den FC Bayern ist der Tabellenzweite zum Siegen verdammt. «Gegen die Fortuna zu gewinnen, wird schwer genug», warnte Ilkay Gündogan, der wegen einer Knöchelverletzung um seinen Einsatz bangen muss. Nach Einschätzung des Nationalspielers tut der BVB gut daran, nicht ausschließlich nach oben zu schauen. Schließlich liegen die nur einen Punkt schlechteren Verfolger Schalke, Frankfurt und Leverkusen in Lauerstellung.

Anders als beim Reviernachbarn zeigt die Leistungskurve bei den Schalkern nach unten. Nur vier Punkte aus den vorigen vier Spielen kosteten die Stellung als Bayern-Jäger Nummer eins. Ein Sieg in Hamburg soll für eine Trendwende sorgen. Trainer Huub Stevens ist vor der Partie an alter Wirkungsstätte zuversichtlich: «Es kann uns nur recht sein, dass dem HSV in Rafael van der Vaart eine wichtige Stütze fehlt.»

Ernüchternde Zahlen bestätigen die Einschätzung des Fußball-Lehrers: In den bisherigen drei Partien ohne van der Vaart blieben die Hamburger punkt- und torlos. «Wenn wir als Mannschaft wachsen wollen, müssen wir auch ohne Rafael auskommen», kommentierte Hamburgs Mittelfeldspieler Maximilian Beister.

Hartnäckig in der Spitzengruppe hält sich das Überraschungsteam aus Frankfurt. Zwar rangiert der Aufsteiger erstmals in dieser Saison nicht auf einem direkten Champions-League-Platz, stellte aber am Samstag beim 1:1 «auf Schalke» Klasse unter Beweis. Viel wird im Heimspiel gegen Mainz davon abhängen, wie die Eintracht ihre ersten ernsthaften Personalprobleme der Saison bewältigt. Der gesperrte Karim Matmour und der verletzte Anderson fehlen sicher, weitere Profis sind fraglich. Dennoch vermeidet Trainer Armin Veh Wehklagen: «Das bekommen wir schon irgendwie hin.»

Im Gegensatz zu den Frankfurtern tut sich Mitaufsteiger Greuther Fürth in der neuen Klasse schwer. Seit nunmehr elf Bundesligaspielen wartet der Vorletzte auf einen Sieg. Vor dem Spiel in Hannover liegt der Tabellenrang 15 bereits fünf Zähler entfernt. Es erschwert die Aufgabe, dass die Norddeutschen nach dem schwachen Auftritt beim 0:5 in München Wiedergutmachung angekündigt haben. «Dienstag müssen wir die richtige Antwort geben», sagte Kapitän Steven Cherundolo.

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