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Theaterfinanzierung: Vertreter der Eisleber Bühne schlagen Alarm

Uhr | Aktualisiert 27.12.2012 20:53 Uhr
Ulrich Fischer. (FOTO: MZ) 
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Die Beschäftigten an der Landesbühne Sachsen-Anhalt in Eisleben sind besorgt. Der Rückzug von Landrat Dirk Schatz aus den Führungspositionen der Theater und Kulturwerk GmbH hat "große Unruhe ausgelöst", heißt es in einem Offenen Brief.
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eisleben/MZ. 

Die Beschäftigten an der Landesbühne Sachsen-Anhalt in Eisleben sind besorgt. Der Rückzug von Landrat Dirk Schatz (CDU) aus den Führungspositionen der Theater und Kulturwerk GmbH hat "große Unruhe ausgelöst", heißt es in einem Offenen Brief, den Theaterintendant Ulrich Fischer und Betriebsratsvorsitzender Oliver Beck an den Landrat geschickt haben. Darin appellieren sie an Schatz, seinen Schritt rückgängig zu machen und weiter die Fusionsverhandlungen mit dem Nordharzer Städtebundtheater zu führen.

Der Landrat war als Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Theater GmbH zurückgetreten, weil der Kreistag in der Dezembersitzung das Finanzierungskonzept für die Bühne auf Antrag der SPD-Fraktion völlig überraschend gekippt hatte. Ursprünglich wollte der Landkreis seine Zuschüsse zurückfahren. Dafür sollte die Lutherstadt Eisleben mehr Kosten übernehmen. Der Stadtrat hat die Erhöhung auch beschlossen, der Kreistag spielte aber nicht mit, so dass der Landrat eine Haushaltssperre erlassen hat.

Die Vertreter der Landesbühne bezeichnen die Entscheidung des Kreistages als "unverantwortlich". Dadurch sei der Wirtschaftsplan des Theaters nicht mehr gültig. Ohne ihn bekäme die Landesbühne aber keinen Vertrag mit dem Land, heißt es weiter. "Das ist eine akute Bedrohung unserer Existenz", so die Vertreter des Eisleber Theaters.

Für nächstes Jahr gilt noch eine Übergangsfrist. Das Land zahlt wie bisher rund 1,2 Millionen Euro, die andere Hälfte vom Budget teilen sich der Landkreis, der den Löwenanteil trägt, sowie die Städte Eisleben und Hettstedt. Wie es ab 2014 weitergeht, hängt von den Verhandlungen mit dem Nordharzer Städtebundtheater ab. Schatz hatte bei seinem Rückzug betont, dass er zwar seine Ämter in der Theater GmbH niederlege, er aber Mitglied der Gesellschaft bleibe und weiterhin für die Bühne eintreten werde.

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