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Straßenschäden: Schlaglochpiste in Helbra soll geglättet werden

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 19:48 Uhr
Am Anger ist man weder gut zu Fuß noch gut mit dem Auto unterwegs. Die Fläche ist von Schlaglöchern übersät. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) 
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Seit Jahren werden großflächige Schäden in der Helbraer Holzhaussiedlung kritisiert. Die Gemeinde plant nun einen grundhaften Ausbau. Die Finanzierung ist aber noch offen.
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Helbra/MZ. 

Tiefe Schlaglöcher reihen sich aneinander: Dieses Bild zeigt sich Rolf-Günter Kanneberg seit Jahren, wenn er Bekannte Am Anger in Helbra besucht. Besonders schlimm seien die Straßenschäden im Bereich zwischen Kiefernweg und Bergstraße. "Es ist das Beste, wenn man sein Kfz über dieses Teilstück trägt, wenn man denn kann", so der Adendorfer genervt.

Seiner Meinung nach kann es nicht sein, "dass man die Anlieger sowie die Kfz-Benutzer mit einer solch verantwortungslosen Situation im Regen stehen lässt". Nicht einmal mit einem Verkehrsschild werde auf den schlechten Straßenzustand hingewiesen.

"Ich weiß, das ist dort eine Netzhemdstrecke und natürlich ist der Zustand überhaupt nicht zufriedenstellend", sagt Bürgermeister Alfred Böttge (parteilos). Dass sich an den Gegebenheiten etwas ändern muss, ist auch für ihn unstrittig. Doch ein grundhafter Ausbau wird ihm zufolge in nächster Zeit nicht zu verwirklichen sein.

Böttge verweist auf ein längerfristiges Projekt, das den Ausbau der Holzhaussiedlung mit neuer Regenwasser- und Abwasserentsorgung samt Straßenbau beinhaltet. Die Pläne seien fix und fertig und sehen einen schrittweisen Ausbau vor, bei dem mit der Birkenallee begonnen werden soll. Die Arbeiten würden sich in der Bergstraße und im Kiefernweg fortsetzen und schließlich bis zum Bereich Am Anger führen, der dann auch nicht mehr ganz so breit bleiben soll. Die Reihenfolge der Arbeiten lässt sich laut Bürgermeister nicht verändern, weil beim Bau nach Gefälle gearbeitet wird.

Als kurzfristige Lösung kommt für den Bürgermeister nur eine Straßenreparatur in Frage. Böttge hofft, dass die dafür notwendigen Mittel im Frühjahr im Haushalt bereitstehen werden. Von den Finanzierungsmöglichkeiten hängt nach den Worten des Bürgermeisters auch der Beginn des großen Bauprojektes in der Holzhaussiedlung ab. Die Kosten für die beabsichtigte Trennung der Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle, deren Neuverlegung und der grundhafte Straßenausbau sollen aus dem Verkauf der Regenwasserkanalisation finanziert werden. Über die geplante Veräußerung wird gegenwärtig im Helbraer Gemeinderat debattiert. Wenn sich das Vorhaben umsetzen lässt, soll in diesem Jahr mit den Arbeiten in der Birkenallee begonnen werden.

Rolf-Günter Kanneberg überzeugen die Antworten des Bürgermeisters nicht. "Das sind doch alles nur Ausreden. Ich habe dafür kein Verständnis", sagt er. Der schlechte Straßenzustand Am Anger sei kein Problem, das erst jetzt aufgetreten sei. Es existiere mindestens schon seit der Wende. Er versteht nicht, dass die in der Vergangenheit ausgeführten Reparaturarbeiten nie lange gehalten haben. Kanneberg spricht von einer "stümperhaften Vorgehensweise sowie unnötiger Verschwendung der Steuergelder".

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