Vor allem die Kinder haben es in ihr Herz geschlossen. Doch um Rosis Gesundheitszustand ist es nicht gut bestellt.
Vor drei Monaten wurde das Schaf von einem freilaufenden Hund schwer am Hinterbein verletzt. Eigentlich war die Wunde recht gut verheilt. Aber seit einiger Zeit bereitet die Verletzung wieder Probleme, und die Tierfreunde befürchten, dass das Bein nicht mehr zu retten ist. Am Sonntag wird sich ein Tierarzt Rosis krankes Bein genauer ansehen und versorgen. Denn die Vereinsmitglieder möchten möglichst bald wissen, wie der Fachmann die Heilungschancen einschätzt.
Auf jeden Fall wollen die Helbraer verhindern, dass das sechs Monate alte Tier eingeschläfert werden muss, wie Vorstandsmitglied Bärbel Wölk vor der geplanten Untersuchung sagt. Sie hoffen, mit einer Amputation das Schlimmste abwenden zu können. Denn sie glauben, das kleine schwarze Schaf könne danach wieder ein erträgliches Leben führen. Frau Wölk: "Rosi ist auch auf drei Beinen flott unterwegs." Das sei in den zurückliegenden Wochen und Monaten zu beobachten gewesen. Rosi sei mit der Situation recht gut klar gekommen, habe gefressen und mit den Mädchen und Jungen auf dem Hof gespielt. Nur jetzt ziehe sie sich hin und wieder zurück.
Für den favorisierten tierärztlichen Eingriff fehlt den Vereinsmitgliedern jedoch das Geld. Sie haben aus diesem Grund auf ihrer Internetseite jetzt einen großen Aufruf gestartet. Sie bitten um Geldspenden, um die entstehenden Kosten begleichen zu können. Jeder noch so kleine Beitrag zähle und trage am Ende zu einer großen Sache bei.
Zum Schaf Rosi haben die Helbraer Tierfreunde eine besonders enge Bindung. Sie bekamen es als Jungtier von den Erben eines Schäfers geschenkt. Seine Herde wurde aufgelöst. Und das kleinste und jüngste Schaf in der Runde sollte auf ihrem Gelände eine Zukunft haben. Seitdem ist es auf dem Reiterhof in Helbra zu Hause und erfreute bisher die Vereinsmitglieder mit seinem liebenswerten und quirligen Wesen.
Nähere Informationen unter Reitverein-helbra.npage.de