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Reformation: Museum «Luthers Sterbehaus» in Eisleben eröffnet

Uhr | Aktualisiert 02.02.2013 15:21 Uhr

Die ersten Gäste erkunden die neue Luther- Ausstellung. (FOTO: LUKASCHEK)

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Das neue Museum "Luthers Sterbehaus" wurde am Freitagabend feierlich eröffnet. Der Architekt übergab aber keinen Schlüssel, so wie es sonst üblich ist.
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eisleben/MZ. 

Die Zeiger der Uhren waren schon auf 20.11 Uhr gerückt, als am Freitagabend im Nieselregen die offizielle Eröffnung des neuen Museums "Luthers Sterbehaus" in Eisleben vollzogen wurde. Dennis Müller vom Stuttgarter Architekturbüro "Von M" übergab aber keinen Schlüssel, so wie es sonst üblich ist. Er überreichte dem "Hausherrn" Stefan Rhein als Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt ein dickes, leeres Buch mit den Worten: "Möge es wie das Museum bald mit Leben erfüllt werden." Rhein nahm den Ball auf und verkündete sofort: "Das wird unser erstes Gästebuch!".

Dann gab es kein Halten mehr. Die zahlreichen Gäste, die zuvor in der voll besetzten Andreaskirche den Festakt verfolgt hatten, wollten endlich einen Blick in das neue Sterbehaus werfen. Das historische Gebäude am Andreaskirchplatz wurde zwei Jahre lang umfassend saniert und durch einen modernen Neubau zu einem Museumsquartier erweitert. Das Bauvorhaben und die Einrichtung der neuen Ausstellung "Luthers letzter Weg" haben rund 5,7 Millionen Euro gekostet, die von Bund, Land, Stadt und Lutherstiftung aufgebracht worden sind.

"Das ist ein Meilenstein in der Geschichte Sachsen-Anhalts", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bei der Einweihungsfeier. Damit sei eine weitere Etappe auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 erreicht. Das Unesco-Welterbe Sterbehaus sei nun für Christen und Touristen aus aller Welt noch attraktiver geworden, so der bekennende Luther-Anhänger aus Wittenberg. "Es ist ein städtebauliches Schmuckstück entstanden", sagte Haseloff. Er wertete das neue Museum als Beispiel, dass das Land die Lutherstädte in Sachsen-Anhalt gleichwertig behandele.

Auch Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD), der zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Luthergedenkstätten ist, hatte zuvor die Architektur gelobt. Das neue Ensemble füge sich in eine Reihe von Lutherbauten ein, die mit erheblichem Aufwand in Sachsen-Anhalt saniert worden seien, sagte er. Dorgerloh zählte dabei die beiden Lutherhäuser und das Taufzentrum in der Petrikirche auf und fügte an: "Eisleben kann schon feiern, während in Wittenberg noch gearbeitet werden muss."

Oberbürgermeisterin Jutta Fischer (SPD) freute sich über soviel Lorbeeren. Sie äußerte die Gewissheit, dass die neue Ausstellung die Besucher tief beeindrucken wird. Die Luther-Museen in Eisleben und Mansfeld, das auch noch in diesem Jahr fertig werden soll, würden Tausende Touristen in die Region locken, sagte sie. Fischer dankte besonders jenen Bürgern, die durch ihre Spenden die Restaurierung von Bildern ermöglicht hätten. Stiftungsdirektor Rhein zeigte sich froh darüber, dass mit dem Neubau erstmals auch Räume für die Museumspädagogik und andere Veranstaltung im Sterbhaus entstanden sind. Durch den Umbau hat sich auch die Ausstellungsfläche verdoppelt. Die Besucher des Hauses können nun alle Räume des Sterbehauses in einem durchgehenden und weitgehend barrierefreien Rundgang erkunden.

Nach den Worten von Prof. Johannes Schilling, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung, könne die neue Ausstellung "Luthers letzter Weg" dazu beitragen, das man das eigene Leben und den Tod besser versteht.

Das neue Museum ist am Sonnabend von 10 bis 20 Uhr kostenlos geöffnet.

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