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Mansfeld-Südharz: Stromausfall lässt Gänsebraten kalt

Uhr | Aktualisiert 26.12.2012 20:45 Uhr
Stromausfall zu Weihnachten in der «Seeperle»: Kellnerin Anika Müller zündet Lichter an, doch in der Küche bleiben die Herdplatten kalt. (FOTO: LUKASCHEK) 
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Das ist der Albtraum für jeden Koch zur Weihnachtszeit: Das Lokal ist voll besetzt mit Gästen, doch plötzlich fällt der Strom aus und die Herdplatten bleiben kalt. Das geschah genauso am ersten Weihnachtstag rund um den Süßen See.
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seegebiet/MZ. 

Das ist der Albtraum für jeden Koch zur Weihnachtszeit: Das Lokal ist voll besetzt mit Gästen, die erwartungsfroh ihrem Gänse- oder Entenbraten entgegensehen. Doch plötzlich fällt der Strom aus und die Herdplatten bleiben kalt. Das geschah genauso am ersten Weihnachtstag rund um den Süßen See. "Es war der Super-Gau", räumt Steffen Eisenschmidt, der mit seinem Sohn das Strand-Hotel in Aseleben betreibt, ein.

Über 120 Gäste hatten vorbestellt und wollten ein richtiges Weihnachtsessen genießen. In der Küche der Gaststätte am Südufer waren alle Vorbereitungen fast abgeschlossen. Es herrschte Hochbetrieb zwischen den Kochplatten, als kurz vor halb zwölf alle Lichter ausgingen. "Uns fuhr allen sofort der Schreck in die Glieder", beschreibt Eisenschmidt seine Gefühlslage in jenen Minuten. Und es stand die Frage, wie nun weiter?

Ähnliches spielte sich zur gleichen Zeit in der Schiffsgaststätte "Seeperle" am anderen Seeufer und ein Stück weiter in Seeburg im Gasthaus "Zur Forelle" ab. "Doch wir hatten noch Glück im Unglück", so "Forellen"-Inhaberin Jana Bauer. Sie kocht seit jeher mit Gas und ist daher zumindest in der Küche nicht auf Strom angewiesen. In den Räumen des Lokals und auf den Toiletten fehlte es an Licht. "Und wir konnten keine Weihnachtsmusik abspielen", bedauerte sie. Doch die 140 Gäste bekamen wenigstens ihr Festessen. Ihre Kollegen standen da vor weitaus größeren Problemen. "Wir mussten irgendwie improvisieren", erzählt Jürgen Meinicke, Inhaber der "Seeperle". Er und Eisenschmidt mussten ihren Gästen klarmachen, dass der Weihnachtsbraten anders ausfällt als sonst. "Alle hatten Verständnis für unsere missliche Lage", so Eisenschmidt. Das meiste war zum Glück schon vorbereitet. Teilweise wurde heißes Wasser genutzt, das noch da war. Einiges konnten mit Hilfe von Bunsenbrennern warm gehalten werden. Dennoch musste umgestellt werden: Statt der Ente gab es für manche ein Schnitzel. "Sowas möchte ich nicht nochmal erleben", gestand der Chef vom Strandhotel.

Vor zwei Jahren hatte dichtes Schneetreiben für Chaos bei der Anfahrt der Gäste gesorgt. Diesmal war ein Kabelfehler in Dederstedt die Ursache für einen fast zweistündigen Stromausfall, wie die MZ am Mittwoch von der Mitteldeutschen Netzgesellschaft erfuhr. Rund 1 300 Kunden im Seegebiet waren davon betroffen. Bei den meisten kam der Festtagsbraten dadurch später auf den Tisch. In der "Forelle" will man sich nach der jüngsten Strom-Pleite auf nichts mehr einlassen. "Das war nicht das erste Mal. Wir rüsten uns jetzt mit Notstromaggregaten aus", so die Inhaberin.

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