"Das alte Dach hat uns ausgebremst", sagt Erwin Hilpert, Amtsleiter für Hochbau beim Landkreis Mansfeld-Südharz, mit Blick auf den Zeitplan. Um fast sechs Monate ist das Bauprojekt des Landkreises, das seit November 2011 ohne Fördermittel verwirklicht wird, zurückgeworfen worden.
Eigentlich wollten die Bauleute schon viel weiter sein. Doch die Arbeiten für das neue Satteldach mussten erst geplant und ausgeschrieben werden. Mittlerweile gehören die Dacharbeiten aber der Vergangenheit an. Der Innenausbau des Schulhauses ist in vollem Gange: Fensterbänke werden montiert, Heizungen installiert. Trockenbauer, Maler und Elektriker gehen im Gebäude ihren Tätigkeiten nach.
Viele Arbeiten konnten auf der Vorhabenliste für das rund 2,5 Millionen Euro teure Instandsetzungsprojekt bereits abgehakt werden. In der Schule wurden neue Fenster eingesetzt. Die Estricharbeiten in den Unterrichtsräumen und Toiletten sind abgeschlossen. In allen Räumen und Fluren wurden Decken montiert. Zu zwei Dritteln ist das Gebäude mit Wärmedämmung verkleidet. Die restliche Fläche kann in Angriff genommen werden, wenn die Temperaturen wieder aus dem Minusbereich geklettert sind. Die Wege und Plätze für die beiden "Grünen Klassenzimmer" in den Innenhöfen sind fertig. Kleine Bäume und Sträucher werden dort bei wärmeren Temperaturen gepflanzt.
Vom Wetter hängt auch der Fortgang der Arbeiten am Anbau ab, in dem eine Aula eingerichtet werden soll. Laut Amtsleiter Hilpert soll es dort weitergehen, sobald es die Temperaturen zulassen. Geklärt ist jetzt auch die Gestaltung der Fassade. Während in der Schule Pastelltöne vorherrschen sollen, wird das Gebäude außen mit Braun- und Ockertönen versehen. Die Fassade erhält teilweise eine Metallverkleidung.
Bernd Steinkopff vom Planungsbüro Bauprojekt K. Schmidt aus Sangerhausen ist optimistisch, dass der Einzugstermin zum neuen Schuljahr trotz der Verzögerung im Bauablaufplan gehalten werden kann: "Wir schaffen das." Restarbeiten auf dem Außengelände könnten auch noch nach dem Einzug der Schüler fertiggestellt werden. Die 235 Mädchen und Jungen der Röblinger Sekundarschule lernen derzeit in zwölf Klassen in einem Schulgebäude in der Eisleber Bergmannsallee.