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Mansfeld-Südharz: Gerbstedt und Eisleben wollen Breitband-Netz

Internetanschlüsse

Immer schnelleres Internet

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Maik Schumann

Eisleben/Gerbstedt -

Nach den Städten Arnstein und Hettstedt haben auch die Stadträte von Eisleben und Gerbstedt in ihren Sitzungen am Dienstagabend einer Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Mansfeld-Südharz über einen Breitband-Ausbau zugestimmt. Der Landkreis will die flächendeckende Errichtung eines schnellen Internets vorantreiben und dabei Förderprogramme nutzen, um auch finanzschwachen Kommunen die Möglichkeit zu bieten, bis 2018 überall Internet mit einer Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 50 Megabit je Sekunde anzubieten.

Gerbstedt sieht große Bedeutung

Die Stadt Gerbstedt steht dem Breitband-Vorhaben äußerst positiv gegenüber, sagte Bürgermeister Siegfried Schwarz (CDU). Dies sei für die Infrastruktur und den Wirtschaftsstandort von genau so großer Bedeutung wie das Straßen- und Schienennetz oder die Stromversorgung. „Schließlich leben wir im 21. Jahrhundert“, so Schwarz. In Gerbstedt ist in der jüngsten Vergangenheit bereits einiges für die Grundversorgung in allen Ortschaften getan worden. Lediglich der Ort Gerbstedt selbst sei in den Außenbereichen noch unversorgt, heißt es in einer Machbarkeitsstudie. Deshalb soll vor allem der Ort profitieren. Die Breitband-Ausbaukosten werden hier auf 153 000 Euro geschätzt. Da nur 90 Prozent davon als Landesförderung sicher sind, muss formell damit gerechnet werden, dass die restlichen zehn Prozent die Gemeinde selbst tragen muss. Allerdings ist die Hoffnung groß, dass der Bund diesen Anteil übernimmt.

In den anderen elf Ortschaften der Einheitsgemeinde ist die Situation nicht eindeutig. Zwar sei hier die Grundversorgung von der Telekom gesichert. Jedoch gibt es Beschwerden, dass die zugesicherte Leistung nicht gewährleistet sei. Außerdem seien die kupfernen Telekom-Leitungen lediglich für eine Kapazität bis 50 Megabit geeignet. Für 100 Megabit, wie von Unternehmen gefordert, seien Glasfaser-Leitungen nötig. Auf jeden Fall soll in absehbarer Zeit geprüft werden, ob in allen Ortschaften die versprochene Leistung gegeben ist.

In Eisleben beschloss der Stadtrat, dass die Vereinbarung mit dem Landkreis nur bei einer 100-prozentigen Förderung in Kraft treten solle. Anderenfalls müsse sich der Stadtrat noch einmal mit dem Thema befassen. Während in einigen Eisleber Ortsteilen die Grundversorgung gesichert ist, gibt es unter anderem in Osterhausen, Sittichenbach, Schmalzerode, Hedersleben und Wolferode sowie in Helfta noch Nachholbedarf.

Seegebietsgemeinde berät im März

Die Seegebietsgemeinde will sich zur nächsten Ratssitzung im März mit dem Breitbandausbau beschäftigen. In den Gemeinden der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund - Helbra laufen derzeit die Abstimmungen über die Kooperationsvereinbarungen. (mz/jm/wkl)


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