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Literatur: Mord in Eisleben

Uhr | Aktualisiert 20.12.2012 20:17 Uhr
Das Cover der Anthologie. (REPRO: PRIVAT) 
Von
Der Berliner Schriftsteller Stephan Hähnel verewigt die Lutherstadt in einer Krimi-Anthologie. Er hat in den 80er Jahren an der Ingenieurschule studiert.
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eisleben/MZ. 

Böse Überraschung: Nach vielen Jahren kehrt jemand nach Eisleben zurück, um sich mit Kommilitonen zu treffen und kommt dabei einem Mord auf die Spur. Ein Foto taucht auf, das auf Täterwissen hinweist. Und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Mehr darf allerdings noch nicht verraten werden. Bei der Mordsgeschichte handelt es sich um die Handlung eines Krimis, der Teil einer Anthologie mit mörderischen Kurzstorys aus Sachsen-Anhalt ist, die Anfang des kommenden Jahres veröffentlicht werden soll.

Geschrieben hat die Eisleber Geschichte ein Berliner: Stephan Hähnel. Hähnel ist Schriftsteller und hat 1983 bis '86 an der Ingenieurschule in Eisleben Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Zwar habe er der Lutherstadt in der jüngsten Vergangenheit keinen Besuch abgestattet, aber aus seiner Erinnerung heraus habe er die Stadt noch gut im Kopf. "Ich habe nur gute Erinnerungen an Eisleben", so Hähnel. Und im Gespräch mit dem Schriftsteller und Drehbuchautor kommt Hähnel eislebentypisches in den Sinn: Die berühmten 3 L: Luther, Lenin, Lüttich.

Bei dem Gedanken an seine Studienzeit kommt Hähnel auch gleich auf das Lutherjubiläum zu sprechen. Er erinnert sich daran, wie 1983 "die Fassaden angestrichen wurden" und sich die Eisleber über die potemkinschen Dörfer aufgeregten. Andererseits habe in der Lutherstadt ein ganz besonderes Flair geherrscht, weil so viel "Westbesuch" in der Stadt war, so Hähnel.

Er weiß auch noch, dass er mit Kommilitonen im Parkhotel saß und in der "Kaiserhalle" feierte. Wobei die "Kaiserhalle" schon damals nicht mehr so hieß, sondern die Gaststätte Zwanzig, benannt nach dem Namen des Kneipers.

Literarisch war er bereits damals tätig. Er habe während seiner Studienzeit in Eisleben mal an einem Literaturwettbewerb teilgenommen. Der zweite Preis, ein Rasierer namens Bebo-Sher, habe ihm aber keinen guten Dienst erwiesen. "Der war dermaßen laut, ich habe ihn weggeworfen", so Hähnel.

Wird er demnächst der Lutherstadt einen Besuch abstatten? Wenn seine Mordsgeschichte veröffentlicht ist, könne er sich eine Lesereise mit Station in Eisleben gut vorstellen. Er sei gespannt, wie dann seine guten Erinnerungen mit der Realität übereinstimmen. Und diesmal müsse er auch nicht Ketchup und Orangen aus Berlin mitbringen, wie damals, während seiner Studienzeit.

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