Nach seinen Angaben fahren einige wenige für Unternehmen. Damit hätten sich die Voraussagen der Autohändler in der Region bestätigt. Sie hatten das Ziel der Bundesregierung, innerhalb von fünf Jahren insgesamt eine Million Elektroautos zuzulassen, als unrealistisch bezeichnet. Nur ein Bruchteil dessen ist erreicht worden. Lediglich in Städten wie München oder Berlin würden Elektroautos eine Rolle spielen.
"Besonders in unserer ländlichen Gegend lohnt sich die Anschaffung nicht", räumte Ahlhelm ein. Elektroautos seien noch zu teuer. Sie hätten auch eine zu geringe Reichweite und zu wenig Stauraum. Auch gibt es bisher kaum öffentliche Lademöglichkeiten, so dass man derzeit nicht mal von Halle nach Eisleben kommt.
"Außerdem fehlt eine effektive Förderung durch die Politik", beklagte Ahlhelm, der als Technik-Experte auch im Landesvorstand des Kfz-Gewerbes sitzt. Soll heißen: Die derzeitigen steuerlichen Vergünstigungen beim Kauf eines Elektrofahrzeugs reißen kaum jemanden vom Hocker.
Technik ist nicht ausgereift
Wie Ahlhelm sagt, werden zwar die Preise weiter runtergehen. Auch die Reichweiten würden sich auf 200 bis 250 Kilometer erhöhen. "Doch das wird nicht ausreichen, um den Absatz spürbar anzukurbeln", schätzt er nach seinen Erfahrungen ein. Er glaubt jedenfalls nicht, dass in absehbarer Zeit im Mansfelder Land solche Autos in Scharen auf den Straßen zu sehen sein werden.
Das trifft auch auf andere Fahrzeuge mit der derzeitigen Hybrid-Technik zu, bei denen der Elektroantrieb nur eine Art Hilfsmotor ist. Die derzeitige Technik sei nicht ausgereift. Die Batterie für den zusätzlichen Elektomotor sei zu schwer und habe eine zu geringe Leistung, so Ahlhelm.
Bis zu 900 Kilometer Reichweite
Nach seinen Worten ist Besserung in Sicht, wenn Fahrzeuge mit dem Plug-In-Hybrid auf den Markt kommen. Das sind Elektroautos, bei denen ein Diesel- oder Benzinmotor als zusätzlicher Antrieb genutzt wird. Beispielsweise, wenn man längere Strecken fahren will. Bis 900 Kilometer soll die Reichweite dadurch betragen. Und die Batterien können geladen werden. "Das ist auch in ländlichen Regionen eine Alternative", so Ahlhelm.