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Jubiläum: Zeltstadt war ein Meilenstein in Eisleben

Uhr | Aktualisiert 28.01.2013 21:46 Uhr
Peter Pfützner mit dem Wahlplakat von 2002, das er als Andenken aufbewahrt. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) 
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Altbürgermeister Peter Pfützner geht nur noch selten ins Rathaus, in dem er von 1990 bis 2006 Chef der Verwaltung war. Er genießt den Ruhestand und hat als Großvater viel Freude an seinen mittlerweile sechs Enkelkindern.
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eisleben/MZ. 

Dass heute einige "der ganz Jungen" in der Stadtverwaltung schon gar nicht mehr wissen, wer er ist, quittiert er mit einem Lächeln. Die Zeit bleibt nun einmal nicht stehen. Die Erde dreht sich weiter, wenngleich sich das heutige Tempo kaum noch mit dem vergleichen lässt, das Pfützner zu Beginn seiner Amtszeit erleben konnte.

Da wurde nämlich 1990 binnen weniger Wochen in Helfta eine Zeltstadt geplant und hingestellt. Es war der erste Meilenstein einer Entwicklung, die die ganze Stadt veränderte. Mit dem Abstand der Jahre sagt Pfützner heute: "Ich freue mich, wenn ich durch die Stadt gehe und Dinge sehe, die zu meiner Zeit entstanden sind." Zum Beispiel die Brücken über die Böse Sieben, die allesamt saniert worden sind, und, und, und.

Welche Erlebnisse aus seiner Amtszeit sich eingeprägt haben? "Ich weiß gar nicht, was ich da alles aufzählen soll", bekennt er. Seine Frau Rita springt ihm bei, verweist auf vier Bundespräsidenten, die der Lutherstadt ihre Referenz erwiesen und mit ihren sehr unterschiedlichen Verpflegungswünschen dem Gastgeber in Erinnerung blieben. Nicht vergessen wird Pfützner aber auch, wie lange er im Frühjahr 1990 überlegen musste, ehe er sich entschließen konnte, der Bitte des CDU-Stadtverbandes zu entsprechen, für die Bürgermeisterwahl zu kandidieren. Ein solcher Schritt wollte bedacht sein. "Einfach den Beruf an den Nagel hängen und in die Politik gehen mit allen Risiken?", fragte er sich.

Pfützner war bis dahin als Diplomchemiker in der Forschungsabteilung des Braunkohlenwerkes Röblingen tätig, wo er gemeinsam mit Kollegen einige Patente erwarb. Doch Heimat ist für ihn die Lutherstadt, auch wenn er in Merseburg geboren wurde. In Eisleben ist er aufgewachsen. Sein Vater war hier Lehrer, die Mutter selbstständige Schneidermeisterin, das Elternhaus christlich. An der EOS "Martin Luther" legte er das Abitur ab und studierte in Halle. Allerdings nicht nur Chemie an der Martin-Luther-Universität, sondern nebenbei auch noch Orgel an der Kirchenmusikschule, wo er "die niedrigsten Weihen" erwarb, wie er verrät. Musik ist und bleibt für ihn eine Quelle der Freude, und mit Freude singt er mit seine Frau unter Leitung von Thomas Ennenbach in der Kantorei.

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