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Helios-Klinik bietet Schnuppernachmittag an : Von der Schulbank in den OP

Chefarzt Stefan Kothe erläutert den Gymnasiasten die Abläufe in einem Operationssaal.

Chefarzt Stefan Kothe erläutert den Gymnasiasten die Abläufe in einem Operationssaal.

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Klaus Winterfeld

Eisleben -

„Für den Anfang war das schon ganz gut, was wir vom OP gesehen haben.“ Emma Rothe stand gestern das erste Mal in einem Operationssaal. Sie zeigte sich wie 17 weitere Gymnasiasten aus Eisleben, Hettstedt und Sangerhausen beeindruckt. Vor wenigen Stunden hatten die Zehntklässler gerade ihre Halbjahreszeugnisse erhalten, da nutzten sie vor dem Start in die Winterferien noch den Schnuppernachmittag in der Eisleber Helios-Klinik.

Das spezielle Angebot für Gymnasiasten in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit ermöglichte den jungen Leuten einen Blick in verschiedene Fachbereiche der Klinik. Die Schüler verband eines: das Interesse an einem medizinischen Beruf. Sie wollten testen, ob sie mit ihren Berufswünschen richtig liegen und ob ihre Vorstellungen mit der Realität übereinstimmen.

Veranstaltungen dieser Art gehören seit einigen Jahren zum Programm der Eisleber Helios-Klinik und erleichterten schon so manchem Abiturienten die Berufswahl. Etliche Schüler, die er bereits zum Schnuppernachmittag begrüßen konnte, würden inzwischen mit Erfolg Medizin an der Universität studieren, sagte Dr. Stefan Kothe, Chefarzt für Allgemein- und Bauchchirurgie.

Praktische Einblicke

Von ihm erfuhren Gymnasiast Johannes Brendel und die anderen Schüler, dass der Weg bis zur eigenverantwortlichen Arbeit als Arzt zwar bis zu 14 Jahre mit Studium und praktischer Ausbildung dauert. Dennoch solle man sich davon nicht abschrecken lassen, Arzt sei ein toller Beruf.

Über die viele Technik, die Mitarbeiter im Labor des Krankenhauses beherrschen müssen, staunten Anne Schilling und Nicole Musielak. Birgit Saul, die Leitende Laborärztin, zeigte ihnen, wie Blutgruppen bestimmt werden und wie verantwortungsvoll diese Arbeit ist. „Wenn ein Patient die falsche Blutkonserve bekommt, kann er daran sterben“, erklärte sie. Die Trainingsgeräte in der Physiotherapie stellte Leiterin Sylvia Kreutz vor. Die Gymnasiasten, die sich für diesen Beruf interessierten, nutzten die Gelegenheit und probierten die Übungsgeräte gleich einmal aus. Praktische Einblicke in die Tätigkeiten von Krankenpflegern gab Ralf Einicke, stellvertretender Pflegedienstleiter.

Die Eisleber Klinik bietet zudem Medizinstudenten viele Möglichkeiten vom Pflegepraktikum über Famulatur (Praktikum), Praktisches Jahr bis hin zur Facharztausbildung. Die Einrichtung bildet auch Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Pflegehelfer aus. Wem der gestrige Nachmittag noch nicht ausgereicht hat, um eine Entscheidung zu treffen, den lud Chefarzt Kothe erneut in die Klinik ein. „Wir bieten an unserem Haus auch ganze Schnupperwochen für Schüler an.“ (mz)


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