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Geschichte: Volkstedt geht auf Zeitreise

Uhr | Aktualisiert 18.12.2012 21:28 Uhr
Das Denkmal wurde 1913 eingeweiht. (FOTO: PRIVAT) 
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Das Volkstedter Denkmal wird im nächsten Jahr 100 Jahre alt. Zu Ehren der Völkerschlacht, die 2013 ihren 200. Jahrestag verzeichnet, soll es instand gesetzt werden.
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VolkstedT/MZ. 

Das Erbe des Maschinensteigers Ernst Kriebitz will der Volkstedter Heimatverein antreten. Vor 100 Jahren hatte der Mann die Initiative für ein Denkmal ergriffen, das an den Befreiungskrieg 1813 und den Zusammenbruch der französisch-westfälischen Fremdherrschaft im Mansfelder Land erinnern sollte. Damals endete die siebenjährige Herrschaft des französischen Königs Jerome Bonaparte - einem Bruder des Kaisers Napoleon I. Das fast in Vergessenheit geratene Denkmal auf dem alten Friedhof des Eisleber Ortsteiles soll jetzt saniert und wieder mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden.

Pünktlich zum 200-jährigen Jubiläum der Völkerschlacht und dem 100-jährigen Jubiläum der Denkmalseinweihung wollen die Heimatfreunde im nächsten Jahr das bis dahin instand gesetzte Denkmal präsentieren. "Wir haben mittlerweile Angebote von Steinmetzen eingeholt", sagt Vereinsvorsitzende Elke Siebecke. Im Mai soll der Schriftzug "Alles fürs Vaterland" erneuert werden. Die feierliche Neueinweihung des Denkmals ist ihr zufolge für den 9. Juni vorgesehen. Das "Königlich preußische Mansfelder Pionierbataillon" werde mit dabei sein.

Das Vorhaben der Volkstedter, den wohl einzigen Verweis im Mansfelder Land auf die Geschehnisse rund um die Völkerschlacht nicht dem Verfall preiszugeben, deckt sich auch mit den Bemühungen des Heimatfreundes Günther Tröge aus Benndorf. Der gebürtige Leipziger will mit seinen Mitstreitern von der Lesestube "Heimatbuch" in Eisleben Kindern und Jugendlichen aus der Region die geschichtlichen Ereignisse möglichst anschaulich näher bringen. "Es stehen drei verschiedene Buchtitel zur Verfügung, die den Alltag im Mansfelder Land in der Zeit von 1806 bis 1820 detailliert beschreiben", so Tröge. Die Aufzeichnungen stammen unter anderem vom Diakon Johann Friedrich Elteste der Eisleber Nikolaikirche. Bei einem Antiquariatsbesuch vor drei Jahren hatte Tröge dieses Büchlein entdeckt. Aus berufenem Munde eines Zeitzeugen sei zu erfahren, wie stark der Aufstieg und Niedergang Napoleons das Leben der Menschen und ihren Alltag in der hiesigen Region beeinflusste.

Neben der regionalen Literatur besteht Tröge zufolge auch die Möglichkeit, den Film "Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813" in der Lesestube anzusehen. "Das wäre alles ein sehr gutes Handwerkszeug für eine interessante Unterrichtsgestaltung", findet er. Gern ist Tröge auch bei der Organisation von Ausstellungsbesuchen in und um Leipzig zur Völkerschlacht behilflich.

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