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Freizeitbeschäftigung: Helftaer im weltweiten Wetter-Netz

Uhr | Aktualisiert 21.01.2013 19:25 Uhr
Rainer Temm kontrolliert die Wetter-Station in seinem Garten. Sie misst Niederschlag, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) 
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Der Helftaer Rainer Temm betreibt an seinem Haus eine vollautomatische Mess-Station. Aktuelle Daten und Statistiken sind im Internet abrufbar.
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eisleben/MZ. 

Wenn Rainer Temm wissen möchte, wie viel es im vergangenen Jahr in Eisleben geregnet hat oder wann der wärmste Tag war, muss er nur in seinen Computer gucken. Denn Temm betreibt seit knapp einem Jahr an seinem Wohnhaus in Helfta eine vollautomatische private Wetterstation - die ihm nicht nur die aktuellen Daten liefert, sondern auch Tages-, Wochen-, Monats- und Jahres-Statistiken. Zudem gehört seine Station zu einem der weltweit größten privaten Wettermess-Netze, dem Automatischen Wetterkarten-System (Awekas). Internet-Nutzer können sich dort jederzeit informieren, wie das Wetter in Helfta gerade ist.

Windmesser auf dem Dach

"Wetter hat mich schon immer interessiert", sagt Temm, der seit 20 Jahren eine Urologische Arztpraxis in Helfta betreibt und in der Region als langjähriger Handballspieler und -trainer bekannt ist. Dabei gehe es ihm nicht nur um Vorhersagen, sondern insbesondere auch um die Rückschau: den Wetterverlauf über eine längere Zeit, und das regional. Zwar gebe es im Internet ja viele Wetterseiten, aber meistens nur Daten für ein größeres Gebiet und nicht konkret zum Beispiel für Eisleben. Aus dieser Überlegung heraus begann Temm, sich mit dem Thema Wetterstationen zu beschäftigen. "Ich habe dazu im Internet und in Foren recherchiert", so der 52-Jährige. Auf jeden Fall sollte es eine automatisch funktionierende Anlage sein. "Jeden Tag selbst die Daten zu messen, wäre mir zu aufwändig."

Er entschied sich schließlich für eine "semiprofessionelle Station" der US-amerikanischen Firma Davis. Die Anlage besteht aus einem Windmesser, den Temm auf dem Dach seines Hauses installiert hat, sowie einem Temperatur-, Niederschlags- und Luftfeuchtigkeitsmesser im Garten. Beide Module sind mit Funksendern ausgestattet, die die Daten laufend an einen "Mini-Wetter-Server" im Haus übertragen. Dort kann Temm die aktuellen Messwerte sowie eine Vorhersage ablesen. Der Mini-Server wiederum übermittelt die Daten per Internet an das Netzwerk Awekas. "Außerdem kann ich dem Awekas mitteilen, ob es hier zum Beispiel gerade bedeckt ist."

36,7 Grad am wärmsten Tag

Die Station, die mit einem Solarkollektor und einer Belüftung ausgerüstet ist, läuft komplett selbsttätig; Temm muss lediglich kontrollieren, dass sie nicht allzu sehr verschmutzt. Die Wetterdaten sehe er sich täglich an. Und was sagt seine Statistik über das vergangene Jahr? Zum Beispiel, dass der wärmste Tag in Eisleben im August mit einer Temperatur von 36,7 Grad erreicht wurde; dass die mittlere Jahrestemperatur 11,2 Grad betrug; und dass insgesamt 284 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen sind. "Der Wetterverlauf wird aber erst richtig interessant, wenn die Station ein paar Jahre in Betrieb ist."

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