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Eisleben: Wird die Kindereinrichtung Sonnenschein geschlossen?

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 20:00 Uhr

Die Eisleber Kita «Haus Sonnenschein». (FOTO: KLAUS WINTERFELD)

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Die Reibereien um die Kindereinrichtung in der Eisleber Friedrich-Fröbel-Straße gehen weiter. Nach den Vorwürfen, in das dortige "Haus Sonnenschein" sei eine Heizung eingebaut worden, die zu teuer ist und die so vom Betriebsausschuss gar nicht gewollt war, geht es jetzt um Schließungsgerüchte rund um die Kindereinrichtung.
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eisleben/MZ. 

Wird "Sonnenschein" geschlossen?

Grund für die Gerüchte ist ein Papier des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen. In diesem lautet ein Satz: "Unter Beachtung der Zweckbindung auf Grund der vom Land geförderten Investitionen ist die Kita ,Haus Sonnenschein' ab 2020 die erste Einrichtung, die für eine Schließung im Stadtgebiet in Frage käme".

Jetzt vermuten einige Eisleber Stadträte, dass die Heizung, die sich in den kommenden 14 Jahren amortisiert haben soll, vermutlich schon in sieben Jahren gar nicht mehr benötigt wird, weil das "Haus Sonnenschein" geschlossen werden wird. Mit anderen Worten: Die insgesamt investierten knapp 40 000 Euro für Heizung und Solaranlage seien in den Sand gesetzt worden.

Die Eisleber Oberbürgermeisterin Jutta Fischer (SPD) widerspricht der Darstellung. In dem Papier des Eigenbetriebs sei lediglich die Rede davon, dass die Schließung "in Frage käme", nicht "in Frage kommt", betont sie. Außerdem gebe es eine Bedarfsplanung für die Kindereinrichtungen der Stadt und "die geht bis 2015", so Fischer. "Wir müssen uns also jetzt wirklich noch keine Gedanken über die Schließung irgendeiner Kindereinrichtung machen", so die OB.

Bedarfsplanung bis 2015

Zudem sei die Bedarfsplanung nicht nur eine Erfassung der Zahl der Kinder, die in ein paar Jahren in die Einrichtungen gehen, sondern auch eine Abwägung der Standorte der Kitas. "Es würde bestimmt niemand eine Kita schließen wollen, die in einem Wohngebiet steht, in dem es ausreichend Kinder im Kita-Alter gibt", so Fischer.

Ein anderer Vorwurf der Stadträte lautet, dass bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung, wonach sich die Heizung in 14 Jahren amortisiert hat, nicht stimme. In diese Berechnung seien Planungskosten nicht eingerechnet. Auch hier widerspricht die Eisleber OB. Die Planungskosten der ersten beiden Leistungsphasen, das sind für Architekten und Ingenieure festgelegte Kategorien und diese umfassen die Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) und die Vorplanung (Leistungsphase 2), würden laut OB nie in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen berücksichtigt. Das Fazit der OB: "Es ist zu früh um über irgendwelche Kita-Schließungen zu sprechen".

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