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Eisleben: Verkehrskonzept gerade so gerettet

Uhr | Aktualisiert 12.12.2012 19:29 Uhr
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Beinahe wäre das Verkehrskonzept für die Eisleber Innenstadt nicht durch den Stadtrat gekommen. Udo Meyer, parteiloses Mitglied der Linken-Fraktion und Autor des Konzepts, konnte das Steuer am Dienstagabend in letzter Minute herumreißen.
eisleben/MZ. 

Zu Fall gebracht hätten das Konzept beinahe Stellungnahmen, die von der Feuerwehr und vom Rettungsdienst stammen. Dabei war bereits im Hauptausschuss das Meyer-Konzept auf große Zustimmung gestoßen und dem Stadtrat zur Annahme empfohlen worden.

Stein des Anstoßes waren so genannte Aufpflasterungen, die verhindern sollen, dass mit hoher Geschwindigkeit durch die Freistraße gefahren werden kann. Nach den Worten des Initiators des Verkehrskonzeptes sollen drei dieser Aufpflasterungen mit einer maximalen Höhe von acht Zentimetern den Verkehrsfluss bremsen.

Daran nahmen nach den Worten von Norbert Schulze, Fachdienstleiter Ordnung und Sicherheit, Feuerwehren und Rettungsdienst Anstoß. Demnach könnten die Aufpflasterungen laut Rettungsdienst "Patienten gefährden", den Krankentransporten wäre somit der kürzeste Weg durch die Stadt "versperrt". Das Verkehrskonzept sollte so nicht umgesetzt werden.

Gleiches berichtete Schulze von den Feuerwehren. Auch die Feuerwehrleute hätten Bedenken wegen der Aufpflasterungen, die eine Gefahr für die Fahrzeuge und die Feuerwehrleute darstellen würden. Zudem sei zu bedenken, dass tonnenschwere, mit Löschwasser gefüllte, Fahrzeuge unterwegs seien. Auch die Feuerwehren seien also mit diesem Teil des Verkehrskonzepts nicht einverstanden.

Enttäuscht davon, wie die Stadt die Stellungnahmen von der Feuerwehr und dem Rettungsdienst angefordert hat, zeigte sich Meyer. Das Schreiben, das die Verwaltung herausgeschickt hat, sei "ohne wichtige Details" versandt worden, so Meyer. Dadurch sei ein falscher Eindruck entstanden. Als Meyer von den Ablehnungen der Feuerwehr und dem Rettungsdienst erfahren habe, sei er mit den Verantwortlichen ins Gespräch gekommen. Das Ergebnis: Sowohl die Feuerwehr als auch der Rettungsdienst haben nun mit den genaueren Information dem Konzept und auch den Aufpflasterungen zugestimmt, so Meyer.

Danach nahm die Debatte um das Konzept noch eine andere Wendung. Nach den Worten des Stadtrats Kai Halle würden sich die Eisleber Gewerbetreibenden aus der Diskussion ausgeschlossen fühlen. Sie befürchteten, Autofahrer könnten aus der Innenstadt verbannt werden. Meyer stellte klar, dass es nicht darum gehe, eine autofreie Innenstadt herzustellen. Vielmehr sollten jene Fahrer, die durch die Stadt fahren, zu einer vernünftigen Fahrweise angehalten werden. Kopfschütteln rief eine Bemerkung Halles hervor, wonach Landrat Schatz mit einer Kassierung der Aufpflasterung gedroht haben soll, sollten diese beschlossen werden.

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