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Eisleben: Streit über Verbrennregelung bewegt die Gemüter im Kreis

Uhr | Aktualisiert 06.11.2009 20:22 Uhr
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Helmut Hartmann

Helmut Hartmann aus Sangerhausen kompostiert alles, was in seinem Garten in einer Siedlung anfällt. (FOTO: KANDEL)

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Das Verbrennen von Gartenabfällen und Grünschnitt im Landkreis Mansfeld-Südharz bleibt umstritten. Wie eine Ted-Umfrage der MZ am Freitag ergab, wollen rund 70 Prozent die bisherige Regelung beibehalten, nachdem man jeweils vier Wochen im Frühjahr und im Herbst solche Abfälle verbrennen darf.
EISLEBEN/MZ. 

Ein Drittel der Anrufer lehnt dies ab. Sie verlangen, dass Landrat Dirk Schatz (CDU) seine Verordnung ändert und das Verbrennen verbietet, weil es ihrer Ansicht nach die Umwelt belastet und gesundheitsgefährdend ist. Mit mehr als 2 000 Teilnehmern hat die Umfrage, die allerdings nicht repräsentativ ist, alle bisherigen Rekorde geschlagen. Das zeigt, wie sehr das Thema offenbar den Leuten auf den Nägeln brennt.

Das offenbaren auch die ersten Reaktionen auf den MZ-Beitrag von Freitag: "Steht Verbrennperiode vorm Aus?". Nach der jetzigen Verbrennordnung dürften überhaupt keine nassen Gartenabfälle verbrannt werden, doch offensichtlich halte sich kaum einer daran, denn woher käme sonst der starke Qualm, schrieb unser Leser A. Maresch aus der Lutherstadt Eisleben, ein erklärter Gegner der Verbrennregelung. Es helfe nicht, auf Vernunft zu setzen, deshalb brauche es neuer Ideen, wie beispielsweise einer Grünschnittentsorgung. Doch die werde es nicht zum Nulltarif geben, glaubt Maresch.

Insbesondere Besitzer von Gärten wollen an der bisherigen Praxis festhalten. Ein Kleingärtner aus Wallhausen verwies darauf, dass ein Großteil seiner Birnbäume erkrankt sei und die Äste vernichtet werden müssten. Außerdem, so ein anderer Mann, hätten sich doch die meisten Leute damit abgefunden.

Ganz anderer Meinung ist da Helmut Hartmann aus dem Meisenweg in Sangerhausen. Seiner Ansicht nach müsse man nichts verbrennen. "Mann kann alles kompostieren", sagt er. Er selbst habe in seinem Garten am Haus zahlreiche Koniferen und andere Sträucher, die er schneiden müsse. Doch ihm und den anderen Bewohnern in seiner Siedlung würde es nicht im Traum einfallen, das zu verbrennen. Auch Baumkrankheiten wie Birnenrost ließen sich nicht durch Verbrennen ausmerzen. Er ist aber gegen ein Verbot, sondern setzt auf Aufklärung. Davon hält ein Hettstedter, der anrief, wenig.

Nach seinen Erfahrungen wollen die meisten auf das Verbrennen nicht verzichten, "weil das der billigste und bequemste Weg ist, alle möglichen Abfälle zu beseitigen".

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