Vorlesen

Eisleben: Stadtrat besiegelt Brücken-Abbruch

13.12.2012 19:33 Uhr | Aktualisiert 13.12.2012 21:39 Uhr
Die Brücke über die Böse Sieben im Eisleber Schlangenweg nach einem Regenguss. (FOTO: ARCHIV/JÜRGEN LUKASCHEK) 
Das Schicksal der baufälligen Brücke über die Böse Sieben ist besiegelt. Im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung wurde der Abriss der Brücke im Eisleber Schlangenweg beschlossen.
Drucken per Mail
eisleben/MZ/rd. 

Bestandteil des Beschlusses ist neben dem Abriss auch die bituminöse Befestigung des Feldweges. Mit andern Worten: Familie Dockhorn, sie wohnt gleich hinter der maroden Brücke auf der Hüneburg-Seite der Bösen Sieben, wird lange Wege in Kauf nehmen müssen, aber diese sollen befestigt sein.

Man habe sich die Entscheidung "nicht leicht gemacht", so ein Stadtrat gegenüber der MZ. Aber letzten Endes hätten Aufwand und Nutzen gegenübergestanden. Die Mehrheit habe sich aber gegen einen kostenintensiven Neubau ausgesprochen.

Bereits im Oktober waren die Neubauvarianten im Stadtrat durchgespielt worden. Demnach hätte der Bau einer befahrbaren Brücke ungefähr 600 000 Euro gekostet, auch wegen des schwierigen Baugrundes an der Bösen Sieben. Und selbst eine reine Fußgängerbrücke hätte noch etwa 220 000 Euro verschlungen.

Für den Abriss des Bauwerkes, das derzeit nur für Fußgänger passierbar ist, muss die Stadt einmalig etwa 185 000 Euro aufbringen. Etwa 65 000 Euro für den Abbruch und 120 000 für die Befestigung des Weges an der Bösen Sieben.

Die jährlichen Kosten für die Unterhaltung des Zugangs über den Wolferöder Weg und den Hahnestieg bis hin zum Grundstück der Familie Dockhorn schlage mit 2 000 bis 3 000 Euro zu Buche, für den Winterdienst wurden 3 000 bis 5 000 Euro veranschlagt.

Im Frühjahr 2010 waren nach einer Flut Teile der Brücke eingestürzt. Zunächst wurde das Bauwerk ganz gesperrt, später wurde es so eingeengt, dass sie zu Fuß passierbar ist.

Ein Ausweichen über den Hohlweg ist nicht mehr möglich. Dort war nach Niederschlägen ein Hang abgerutscht, der Weg ist gesperrt. Auch die Sanierung dieses Weges hätte enorme Kosten verursacht.