Die Übergabe des Mitgliedsausweises für die SPD sei aber noch nicht erfolgt, hieß es. Das soll zu einem geeigneten Anlass geschehen, war am Dienstag vonseiten des Eisleber Stadtverbandes zu erfahren. Jutta Fischer hatte sich nach ihrer Wiederwahl als Stadtoberhaupt am 2. Dezember spontan entschlossen, in die SPD einzutreten.
Wie sie damals gegenüber der MZ erklärte, tue sie dies auch als Dank gegenüber Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), der die Lutherstadt immer wieder bei der Bewältigung ihrer finanziellen Problem geholfen habe und dies auch weiterhin tun wolle. Da sie sich auch stark der sozialen Ausrichtung der SPD verpflichtet fühle, sei dieser Schritt irgendwann einmal fällig gewesen, hatte sie erklärt.
Die 59-jährige Diplom-Volkswirtin war von der SPD bereits für die Wahl im Jahre 2006 als Spitzenkandidaten aufgeboten worden. Sie holte damals völlig überraschend gleich auf Anhieb die absolute Mehrheit der Stimmen. Die damals parteilose Chefin des Rechnungsprüfungsamtes im Rathaus trat damit die Nachfolge von Peter Pfützner (CDU) an, der seit 1991 der Bürgermeister von Eisleben war.
Doch erst Jutta Fischer kann sich durch die späteren Eingemeindungen mehrerer Orte auch Oberbürgermeisterin der Lutherstadt nennen. Als solche hat sie als Bewerberin der SPD auch die OB-Wahl im vorigen Jahr gewonnen. Da setzte sie sich allerdings erst bei der Stichwahl gegen ihren CDU-Herausforderer Thomas Fischer durch.