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Eisleben: Eiserner Vorhang ist aus Stoff

Uhr | Aktualisiert 28.12.2012 20:10 Uhr

Wolfgang Hochmuth, der 16 Jahre lang Wehrleiter war, ist der dienstälteste Feuerwehrmann im Eisleber Theater. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)

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Feuerwehrmann Wolfgang Hochmuth und seine Kollegen sind bei jeder Vorstellung im Großen Haus als Brandsicherheitswache im Einsatz.
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eisleben/MZ. 

Aschenputtel und Weihnachtsgans Auguste, Tanzgala und Silvesterkonzert: Zum Jahresausklang herrscht in der Eisleber Landesbühne traditionell Hochbetrieb. Aber nicht nur das Ensemble und die anderen Mitarbeiter sind im Dezember fast täglich im Einsatz, sondern auch Wolfgang Hochmuth und seine Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Eisleben. Denn bei jeder Vorstellung im Großen Haus muss ein Feuerwehrmann als Brandsicherheitswache vor Ort sein. "Das ist ab einer bestimmten Bühnengröße vorgeschrieben", sagt Intendant Ulrich Fischer. Und Hochmuth ist mit mehr als 20 Jahren "Bühnen-Erfahrung" der dienstälteste Feuerwehrmann im Eisleber Theater. "Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr läuft hier sehr gut", so Fischer. "Ich kann das sagen, weil wir durch unsere Gastspiele ja mit vielen anderen Feuerwehren zu tun haben."

Der "Platz der Feuerwehr", wie ein großes Schild besagt, ist ein einfacher Stuhl direkt neben der Bühne. Von hier aus beobachten Hochmuth oder einer seiner Kollegen das Geschehen auf und hinter der Bühne. Und wenn es brennt? "Kleinere Sachen könnten wir selbst löschen", sagt Hochmuth. Dazu sind unter anderem eine Löschdecke, Feuerlöscher und ein Schlauch mit Wasseranschluss vorhanden. Bei größeren Bränden würde der Feuerwehrmann die Leitstelle alarmieren und die eintreffenden Feuerwehren in Empfang nehmen. "Bisher ist zum Glück aber noch nie etwas passiert", so Hochmuth. Auch Intendant Fischer kann sich nur an einen Vorfall vor vielen Jahren in einem anderen Haus erinnern, als mal ein Vorhang schwelte. "So etwas könnte heute gar nicht mehr passieren, weil alle Stoffe auf der Bühne feuerfest sind." Auch der "Eiserne Vorhang", der im Brandfall den Zuschauer- und den Bühnenraum trennt, besteht in Eisleben aus so einem feuerfesten Stoff. Zudem seien im ganzen Haus Rauchmelder installiert. Bei kleineren Vorstellungen werde ein Techniker mit der Brandsicherheitswache beauftragt. "Generell gibt es in jedem Theater einen Brandschutzbeauftragten, meistens ist das der Bühnenmeister", so Fischer. Jede Inszenierung muss zudem vor der Premiere von einem Brandschutzprüfer des Landkreises abgenommen werden.

Hochmuth und seine Kollegen haben aber nicht nur die Bühne im Auge. "Wir gehen auch durch das Haus und gucken zum Beispiel, ob die Notausgänge und die Feuerwehrzufahrten frei sind", so der 59-Jährige. Außer ihm sind rund zehn Feuerwehrleute regelmäßig im Theater im Einsatz. Voraussetzung sei ein spezieller Lehrgang. Die Brandsicherheitswachen würden immer in der Freizeit geleistet. "Das ist aber kein Problem, wir machen das gern", sagt Hochmuth. Er selbst mag die Atmosphäre am Theater sehr. "Besonders schön ist es bei einer Premiere." Zwar höre er das Stück nur, "aber man erlebt es schon mit". Und geht er dann selbst mal als Besucher ins Theater? "Leider schaffe ich das wegen der Dienste nur selten."

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