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Eisleben: Aschenputtel in Eisleben

Uhr | Aktualisiert 25.11.2012 19:31 Uhr

Am Ende bekommt das Aschenputtel den Prinzen und die anderen sind pikiert. (FOTO: LANDESBÜHNE)

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Viel Beifall gab es nach der Premiere des Märchens "Aschenputtel" am Eisleber Theater. Fünf Akteure spielten mit viel Freude in der Regie von Esther Undisz.
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eisleben/MZ. 

Aschenputtel ist klug und ein Frechdachs, die Stiefmutter böse und eitel, deren Tochter mit einer Leseschwäche gestraft, der Prinz ein Filou und der königliche Haushofmeister eine Schranze.

"Na ja, ein wenig verändert haben sie es schon", hat eine Achtjährige nach der Premiere ausgemacht. Keine Tauben, nur eine Stiefschwester, der Brautschauball ist nur zu erahnen. Ja, Susanne Lütje und Corinna Schildt haben den Stoff der Brüder Grimm in ihrer Bühnenfassung modernisiert und verknappt. Und den Kindern hat es gefallen. Der lange Beifall sowie die Rufe nach Zugabe dürfen da als untrügliches Zeichen gelten.

Denn die Mädchen und Jungen finden sich auf der Bühne wieder. Das Aschenputtel (Clara Schoeller) klettert gern auf Bäumen herum, der Prinz (Ismael Volk) lebt gern nach seinen eigenen Regeln. Und wem ist nicht schon mal eine Frau wie die Stiefmutter (Corinna Karen Breite als Gast) oder ein eitler Gockel wie der Haushofmeister (Leif Scheele) begegnet? Regisseurin Esther Undisz lässt ihr fünfköpfiges Ensemble (Mandy Zuschke als Stiefschwester) nach Herzenslust in der den Augen schmeichelnden Kulisse (Ausstattung: Ulrike Schlafmann) agieren. Und bei aller Modernisierung, wozu auch die Musik von Magnus Müller-Dorn gehört, bleibt die Geschichte doch immer ein Märchen.

Ganz ohne Tauben, dafür mit Salz, welches das Aschenputtel aus der Asche lesen soll. Und mit einer Botschaft: Immer ehrlich sein. Denn Aschenputtel begegnet dem Prinzen, der hier Nikodemus heißt, nicht erst auf dem Ball, sondern schon im heimischen Garten. Ohne freilich zu wissen, mit wem sie es zu tun hat. Das offenbart sich ihr erst ganz zum Schluss. Aber wie es so ist im Märchen: Am Ende wird alles gut. Eine knappe Stunde dauert die Eisleber Inszenierung, genau das richtige Zeitmaß für eine Geschichte, die schon Kindergartenkinder in ihren Bann ziehen wird, während andere Märchen nicht immer für diese Altersgruppe taugen. Da braucht es keine große Besetzung, die sich ein Haus wie das Eisleber aus Kostengründen schon längst nicht mehr leisten kann. Und so bleibt auch Isolde allein, während sie sonst eine genauso durchtriebene Schwester zur Seite hat. Doch auch mit Verstärkung hätte sie gegen dieses Aschenputtel keine Chance gehabt. Da darf man getrost reichlich Spaß und gute Unterhaltung wünschen.

Nächste Vorstellungen am Dienstag und Mittwoch, jeweils 9 und 11 Uhr.

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