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Bahnmuseum auf Bleihütte?

Uhr | Aktualisiert 07.07.2008 20:02 Uhr
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Passagiere der Bergwerksbahn

Mit der Bergwerksbahn auf die Bleihütte - die Premierenfahrt dazu hat es schon gegeben. (MZ-Foto: Uwe Gellert)

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Der Verein der Mansfelder Bergwerksbahn nimmt die Hettstedter Bleihütte in Besitz. Das ehemals kontaminierte Gelände soll in naher Zukunft Ausflugsziel für Freunde der Museumsbahn sein.
Hettstedt/MZ. 

Sie werden dann auf der Strecke zwischen Benndorf und Hettstedt nicht mehr am Eduardschacht aussteigen müssen, sondern können die Fahrt bis zu dem Endpunkt genießen, der bislang für Personen tabu war, wie Vereinsvorsitzender Thomas Fischer der MZ sagte.

Voraussetzung dafür sind die jetzt zu Ende gebrachten Sanierungsmaßnahmen auf dem Bleihüttengelände. Dabei wurde nicht nur der mit Schwermetallen belastete Erdboden ausgetauscht, sondern es wurde auch an den Gleisen der Bergwerksbahn gearbeitet. Unter anderem ist der ebenfalls kontaminierte Schotter komplett erneuert worden. War zuvor die Bergwerksbahn zwar auch schon bis zur Bleihütte gefahren, dann aber nur aus betrieblichen Gründen, um dort die Lok ans andere Zugende umsetzen zu können. Für den Personenverkehr waren diese 650 Meter ab Eduardschacht Niemandsland.

Doch dies ist Vergangenheit, jetzt kann die Fahrt ausgeweitet werden, wie Fischer darlegt, und deshalb gibt es schon konkrete Vorstellungen zum Ausbau des Endpunktes. Es sollen Bahnsteige errichtet und in den vorhandenen Gebäuden sollen ein Lokschuppen, ein Sozialraum und ein Museum eingerichtet werden, das von der Geschichte der Bergwerksbahn - der ältesten Museumsbahn Deutschlands - kündet. Wie Fischer sagt, werde sogar daran gedacht, die speziell ausgewiesene, unter Denkmalschutz stehende Eisenbahnfläche von der Mitteldeutschen Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft (MDSE), ihr gehören rund 85 Prozent des gesamten Geländes, käuflich zu erwerben. Dafür und für alle Baumaßnahmen ist natürlich Geld nötig, wie Fischer einschränkt. Aber als geklärt gilt zumindest, dass die Errichtung eines neuen Umfahrungsgleises, auf dem die Lok von einem Ende zum anderen des Zuges gelangt, mit im Rahmen der Sanierung der so genannten Anschlussbahn erfolgen soll. "Spätestens zum 130. Geburtstag unserer Bahn 2010 soll alles fertig sein", sagt Fischer.

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