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Aktion: Dreckschweinfest im Theater

Uhr | Aktualisiert 11.01.2013 19:39 Uhr
Dreckschweinfest. (ARCHIVFOTO: MZ) 
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Die Filmfreunde im Mansfelder Land können sich auf ein besonderes Ereignis freuen. Der Dokumentarfilmer Mario Schneider wird seinen neuesten Streifen "MansFeld" noch vor der offiziellen Deutschland-Premiere in seiner Heimat zeigen.
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eisleben/MZ. 

Den Auftakt gibt es am 23. Februar im Klubhaus Ahlsdorf mit zwei Aufführungen. Das teilte der Filmemacher am Freitag der MZ auf Anfrage mit. "Ich will die Mansfelder nicht so lange warten lassen", sagte Schneider, der in Helbra aufgewachsen ist.

Alle diejenigen, die in dem ungewöhnlichen Heimatfilm mitgespielt haben, bekommen freien Eintritt in Ahlsdorf. Der Ort der Aufführung ist natürlich nicht zufällig gewählt. Schließlich beschreibt Schneiders jüngster Film die archaische Tradition des Dreckschweinfestes im Mansfelder Grund. Einer Gegend, in der Jahrhunderte lang Bergleute lebten. Bis das Mansfeld Kombinat mit dem Untergang der DDR verschwand und Tausende ihre Arbeit verloren.

Geblieben sind die Traditionen und Bräuche, so wie das Dreckschweinfest, das jedes Jahr zu Pfingsten in Ahlsdorf und Hergisdorf gefeiert wird. Mario Schneider hatte dazu ein Jahr lang drei Jungen aus diesen Orten und ihre Familien mit der Kamera begleitet. Er zeigt, wie sie als "Läufer" bei diesem Volksfest in die Erwachsenenwelt eingeführt werden. "Ich wollte die Magie dieser geheimnisvollen Welt und ihren Abschied aus der Kindheit einfangen", so der 42-Jährige.

Auf dem Dokfilm-Festival in Leipzig hatte der Streifen im Vorjahr bereits einen Preis eingeheimst. Bald können nun auch die Mansfelder sein außergewöhnliches Filmwerk in Augenschein nehmen. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit mit dem Eisleber Kinoverein009. "Es freut uns, dass wir die Filmrechte für ein halbes Jahr erhalten haben", so Martina Matuschek, die Vorsitzende des Kinovereins. Der Verein hatte sich in dieser Woche mit Schneider zusammen gesetzt und alle Modalitäten besprochen. "Auch ich bin froh, in der Region solch einen professionellen Partner gefunden zu haben", sagte der Filmemacher.

Er unterstützt das Anliegen des Vereins, seinen Film vor allem Schülern im Landkreis nahe zu bringen. Man gewähre den Schulen auch Sondereintrittspreise, so Matuschek. Nach ihren Worten kann man dabei auf die Räume im Freizeitzentrum "Moskito" in der Lutherstadt Eisleben zurückgreifen. Doch der Film soll in weiteren Orten der Region gezeigt werden. Der Kinoverein verhandelt deshalb gerade mit potenziellen Interessenten, die geeignete Räume haben. Der genaue Terminplan soll noch bekannt gegeben werden.

Fest steht schon, dass der Dok-Film "MansFeld" am 15. März im Theater in Eisleben zu sehen sein wird. Anschließend wird es auf der Bühne ein Podiumsgespräch mit dem Filmemacher geben.

Karten für diese Veranstaltung gibt es ab Montag an der Theaterkasse.

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