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Wahlkampf im Golfpark Dessau: „Didi“ Hallervorden wirbt für FDP

Dieter Hallervorden

Dieter Hallervorden ist das prominenteste Gesicht der Liberalen Wählerinitiative Sachsen-Anhalts.

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Lutz Sebastian

Dessau -

Wer ist Dieter „Didi“ Hallervorden? Komiker, Schauspieler, Kabarettist, Leiter des Schlossparktheaters in Berlin. Der 80-Jährige ist aber auch Dessauer Ehrenbürger und jemand, der Farbe bekennt. Ein Charakterkopf. Ein „Liberaler im Geiste“, wie Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Peter Kuras sagt. Hallervorden ist aber auch das prominenteste Gesicht der Liberalen Wählerinitiative, die für den Wiedereinzug der Freien Demokraten in das sachsen-anhaltische Landesparlament wirbt. 30 Persönlichkeiten gehören der Initiative an. Sie kommen aus der Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur. Parteimitglieder sind sie nicht.

„Ich habe eine große Leidenschaft für die Freiheit“, sagt der 1935 in Dessau Geborene am Donnerstagabend im Dessauer Golfpark, weshalb er die Initiative unterstützt. In das Veranstaltungszentrum hatte diese Hallervorden, den ehemaligen Landwirtschaftsminister Horst Rehberger sowie Frank Sitta, Spitzenkandidat der FDP in Sachsen-Anhalt, und Jörg Schnurre, Direktkandidat der Liberalen im Wahlkreis 26, eingeladen, um der derzeit nicht im Landesparlament vertretenen Partei Rückenwind zu verleihen.

„Frischer Wind ist immer gut.“

„Liberalismus ist die umfassendste Alternative zu jeder Form der Unfreiheit“, sagt Hallervorden. Ein Satz, den er von Hans-Dietrich Genscher gehört habe, wie er erzählt. Und wenn er die Wahl habe, den Mund zu halten oder seine Meinung frei zu äußern, ziehe er das Letztere vor. Also geht er auch wie Frank Sitta mit der aktuellen Landespolitik hart ins Gericht, die Stillstand bedeute. Und in Richtung der AfD sagt er: „Wer AfD wählt, wählt am rechten Rand“. „Auch wir sind Protest“, sagt Sitta. Nur das Pro stehe für „Für“.

Auf der Bühne im Golfpark entwickelt sich ein munteres Gespräch zwischen Hallervorden und Sitta, moderiert von Jörg Schnurre. Es geht um die Politik im Allgemeinen, um Kunst und Kultur im Besonderen und darum, die Vielfalt der Kultur zu erhalten, kulturelle Magnete in Sachsen-Anhalt nicht kaputt zu sparen, aber auch darum, Zielgruppen nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir müssen schauen, dass die Hütte auch voll wird“, sagt Sitta.

Gemeinsam mit Hallervorden wirbt er für einen Vorwärtsruck im Land. Wünscht sich vor allem Chancen zu sehen statt Probleme, Dinge in Frage zu stellen, zu experimentieren. „Niemand hat die Garantie, dass es besser wird“, erklärt Sitta, doch man müsse es ausprobieren. Hallervorden sagt es so: „Frischer Wind ist immer gut.“ Und bekommt tosenden Applaus. (mz)


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