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Mitteldeutsche Zeitung | Treibt ein Wolf in Streetz sein Unwesen?: Mehrere Schafe sterben auf den Bruchwiesen
31. January 2016
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Treibt ein Wolf in Streetz sein Unwesen?: Mehrere Schafe sterben auf den Bruchwiesen

Eines von insgesamt vier getöteten Tieren, die am Samstag von ihrem Halter aufgefunden worden sind.

Eines von insgesamt vier getöteten Tieren, die am Samstag von ihrem Halter aufgefunden worden sind.

Foto:

Grit Lichtblau

Streetz/Meinsdorf -

Der Schaden beträgt mehr als 1.000 Euro. Klaus Altenkirch, Schäfer in Streetz, hat am Wochenende alles in die Wege geleitet, was es an Formalitäten in einem solchen Fall zu erledigen gibt, um den Schaden zu regulieren. Ein Gutachter war vor Ort. Altenkirch wie der Fachmann aus Tangermünde ahnen, wer in der Nacht zum Samstag auf der sogenannten Bruchwiese zwischen Streetz und Meinsdorf sein Unwesen getrieben hat.

Teils nur getötet

Mehrere Schafe hat Isegrin am Wochenende bei Meinsdorf gerissen. Vier Muttertiere fand Schäfer Klaus Altenbruch am Samstagmorgen getötet auf der Weide. Drei weitere waren so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Drei weitere hat der Schäfer am Sonntag noch entdeckt, die den Angriff vermutlich nicht lange überleben dürften. Der Schaden, sagt Altenkirch, sei insofern beträchtlich, weil der Wolf etliche tragende Tiere angegriffen habe, und bedauerlich, weil sich Isegrim offensichtlich nicht einmal sattgefressen haben dürfte. Denn viele der Tiere waren einfach nur getötet worden.

Dass zwischen Meinsdorf und Streetz ein Wolf oder vielleicht auch mehrere auf Futtersuche sind, hält Dessau-Roßlaus Kreisjägermeister Michael Mitsching für wahrscheinlich. „Denn Wolfsrudel sind in der Vergangenheit sowohl bei Zerbst und Loburg als auch im Bereich des Flämings bei Stackelitz nachgewiesen worden“, erinnert Mitsching. Zweimal in der Vergangenheit haben Wölfe bereits Tiere der Herde des Streetzer Schäfers gerissen. Vor zwei Jahren büßte Altenkirch sieben Mutterschafe ein. Kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres - also erst vor wenigen Wochen - waren zwei Tiere tot und ein weiteres verletzt worden.

Wolf bei Brambach gesichtet

Dass sich solche Vorkommnisse unter Berufskollegen schnell herumsprechen, ist nicht verwunderlich. Der Brambacher Schäfer Mario Wehlitz hat seine Herde jetzt unter ganz besonderer Beobachtung. Zumal, so erzählt er, ein Wolf am frühen Sonntagmorgen von einem Autofahrer zwischen Brambach und Neeken gesichtet worden sein soll. (mz)


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