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Handball-Sachsen-Anhalt-Liga: Hinrundenende mit Ausrufezeichen

Im letzten Jahr mit Kühnau Sieger: Ben Zimdahl (beim Wurf)

Im letzten Jahr mit Kühnau Sieger: Ben Zimdahl (beim Wurf)

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Archiv/Storch

Dessau -

Wenn am Sonnabend die Hinrunde der Sachsen-Anhalt-Liga bei den Männern endet, dann mit einer besonderen Paarung: Um 18 Uhr stehen sich in der Anhalt-Arena die Reserve des Dessau-Roßlauer HV und die SG Kühnau gegenüber. Es ist ein Derby der besonderen Art - kommen doch beide Vereine aus Dessau, sind die Spielstätten weniger als vier Kilometer voneinander entfernt. Man kennt sich und weiß um die Stärken des Gegners. „Wir beobachten seit längerem die gute Arbeit in Kühnau“, sagt Steffen Tiede, der Trainer des DRHV II, „nicht umsonst steht die SG an zweiter Position der Tabelle.“

Die Kühnauer, die in den letzten Partien nicht immer zu überzeugen wussten, wollen mit einem Sieg gegen den Stadtrivalen den Druck auf den Tabellenführer aus Oebisfelde hoch halten. Doch auch wenn beim DRHV II mit Matthias Niestroj (Achillessehnenriss - wurde bereits operiert) und Chris Alisch (nach Einsatz in der ersten Mannschaft noch gesperrt) zwei wichtige Spieler fehlen, ist die Begegnung für die Kühnauer alles andere als ein Spaziergang.

„Es ist eine besondere Partie. Wir nehmen die Favoritenrolle an. Aber zu Hause verliert niemand gern und das sind alles erfahrene Spieler mit teilweise Zweitligaerfahrung“, erwartet Torhüter Maik Wiese von der SG Kühnau ein hart umkämpftes Spiel.

Viel wird vom Einsatzwillen der Mannschaften abhängen. Ein Faktor könnten auch die Zuschauer sein. Waren im letzten Jahr beim 27:24-Sieg der SG Kühnau noch 300 Zuschauer in der Anhalt-Arena, erwarten beide Mannschaften diesmal wesentlich mehr Besucher. Schließlich spielt der Zweite gegen den Fünften.

Am Sonntag dann beginnt sofort die Rückrunde. Eine unglückliche Planung, wie Tiede findet: „Wir sind im Amateurbereich. Da unsere Saison schon im April endet, hätte man ruhig auch in den Mai hinein planen können.“ Maik Wiese sieht das etwas entspannter: „Mit den Ansetzungen müssen alle Teams leben. Gewinnen wir am Sonnabend, können wir den Schwung gleich mit in das nächste Spiel nehmen.“ Dort erwartet die SG den USV Halle II. Gegen das junge Team, das im laufenden Wettbewerb schon Oebisfelde und Langenweddingen besiegen konnte, gewannen die Kühnauer in Halle mit 33:27 am ersten Spieltag. Der Dessau-Roßlauer HV II dagegen hat in Absprache mit dem HSV Magdeburg sein Spiel auf den 2. März verlegt.

Gefordert am Wochenende sind auch die Damen des DRHV. Am Sonnabend um 18 Uhr geht es für das Team in Calbe gegen die TSG. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge werden die Gastgeberinnen auf einen Sieg brennen.

Dessaus Trainer Thomas Kirschstein, dessen Team das Hinspiel mit 33:27 gewinnen konnte, erwartet ein schweres Spiel. „Calbe ist eine ganz starke Mannschaft, die vor allem zu Hause sehr erfolgreich spielt. Bei uns muss schon alles passen, damit wir unseren Erfolg wiederholen können.“ Die Voraussetzungen sind zumindest personell gegeben - alle Spielerinnen stehen zur Verfügung. Mit einem Sieg könnte der DRHV auf den dritten Platz klettern, da der HC Salzland, aktuell mit einem Punkt vor den Dessauerinnen, im Spitzenspiel den FSV Magdeburg erwartet, den aktuellen Tabellenzweiten. (mz)