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Handball-Peugeot-Cup in Dessau: Weber, Heinevetter und Rambo kommen zum Turnier

Michael Haaß wird am Sonntag mit dem SC Magdeburg versuchen, den Peugeot-Cup in der Dessauer Anhalt-Arena zu gewinnen.

Michael Haaß wird am Sonntag mit dem SC Magdeburg versuchen, den Peugeot-Cup in der Dessauer Anhalt-Arena zu gewinnen.

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archiv/Bösener

dessau -

Wer nicht schon alles dabei war. Von den Nationalmannschaften Kubas, Österreichs,Weißrusslands oder Tschechiens, über die international bekannten Teams US Ivry (Frankreich) und Skanderborg Handbold (Dänemark), bis hin zu den Bundesligisten Füchse Berlin, Hannover-Burgdorf, SC Magdeburg und TBV Lemgo. Die Besetzung des internationalen Handballturniers in Dessau-Roßlau war national wie international stets hervorragend. Die nun 17. Auflage des Peugeot-Cups, die am Sonntag ab 11 Uhr in der Dessauer Anhalt-Arena ausgetragen wird, wartet erstmals mit einem rein nationalen Teilnehmerfeld auf. Die Mitteldeutsche Zeitung stellt die Teams vor.

SC Magdeburg

Der ostdeutsche Handballverein schlechthin. Der SC Magdeburg ist Kult, hängt seinen Ansprüchen aktuell aber hinterher. Nach einer starken Vorsaison (Platz vier) belegt der ehemalige Champions League-Sieger derzeit nur Rang elf in der Handball-Bundesliga. Im Dezember trennte sich der Verein zudem von Trainer Geir Sveinsson. Bennet Wiegert, ehemaliger Spieler und bis dato Trainer der Drittliga-Mannschaft, übernahm. Beim Peugeot-Cup wird der SCM wieder auf einen zuletzt verletzten Leistungsträger zurückgreifen können. „In Dessau kann ich spielen“, erklärte der torgefährliche Rechtsaußen Robert Weber, im vergangenen Jahr Torschützenkönig, auf der Internetseite des Vereins.

Füchse Berlin

Der Haupstadt-Club kann in Dessau mit der vielleicht schillerndsten Persönlichkeit aufwarten: Silvio Heinevetter. Der impulsive Torhüter wurde von Bundestrainer Dagur Sigurdsson nicht für die aktuell in Polen stattfindende Europameisterschaft nominiert. Insgesamt spielt die Mannschaft von Trainer Erlingur Richardsson eine durchwachsene Saison, belegt in der Bundesliga Rang sechs und scheiterte als Titelverteidiger im EHF-Pokal bereits in der Qualifikation zur Hauptrunde an Chambéry.

SC DHfK Leipzig

Der Erstliga-Aufsteiger überrascht bisher. Nach 20 Spielen belegt die Mannschaft des gebürtigen Kötheners Christian Prokop Rang zwölf, hat bereits 17 Punkte auf ihrem Konto und ist damit bester Bundesliga-Neuling. Es müsste schon ein Wunder geschehen, sollte Leipzig noch einmal in Abstiegsgefahr geraten. Zum Kader des SC DHfK gehört auch Sebastian Greß, der in der vergangenen Saison noch per Zweitspielrecht für den damaligen Drittligisten HG 85 Köthen auflief. In der laufenden Saison hat Greß vier Partien in der Handball-Bundesliga absolviert.

GWD Minden

Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison ist GWD Minden auf dem besten Weg zurück ins deutsche Handball-Oberhaus. Nach der Hälfte der Zweitliga-Saison steht Grün-Weiß Dankersen auf Rang zwei, mit einem Spiel und zwei Zählern weniger als Tabellenführer HC Erlangen. Zu den Leistungsträgern in der Mannschaft des ehemaligen SCM-Trainers Frank Carstens zählen unter anderem der routinierte ehemalige schwedische Nationalspieler und Spielmacher Dalibor Doder und der nicht minder erfahrene Torhüter Gerrie Eijlers, der jahrelang beim SC Magdeburg zwischen den Pfosten stand. Allein schon aufgrund des Namens gefährlich: Der Norweger Christoffer Rambo, aktuell zweitbester Torschütze GWD Mindens.

EHV Aue

Der Ersatz für den sich in einer tiefen Krise befindlichen HSV Handball ist keinesfalls einfach nur ein Lückenbüßer. Der EHV Aue belegt in der zweiten Liga aktuell Rang sechs, hat sich seit dem Aufstieg 2012 stets gesteigert. Zunächst wurde Aue Sechzehnter, dann Zwölfter, im vergangenen Jahr bereits Sechster. Am Freitagabend gewann die Mannschaft von Trainer Runar Sigtryggsson ein Testspiel beim tschechischen Meister Talent Plzen mit 24:22.

Dessau-Roßlauer HV

Der Lokalmatador, aber auch der Außenseiter. Obwohl Dessau Heimrecht genießt, geht die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas als Underdog in den Peugeot-Cup. Doch: Sollte der Drittliga-Spitzenreiter mit der gleichen Intensität auf der Platte stehen wie in den Pflichtspielen, ist sicher auch am Sonntag etwas drin. Zudem ergibt sich zweimal die Chance, einen Zweitligisten live in eigener Halle zu verfolgen und so einen Vorgeschmack auf die Spielklasse zu bekommen, in die der DRHV mittelfristig aufsteigen möchte. Jungandreas wird dazu auf seine ehemaligen Vereine Leipzig (2010-13) und Magdeburg (2013-14) treffen. (mz)



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