Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Handball-3. Liga: DRHV trifft auf gefährlichen Auftaktgegner

Tomas Pavlicek (beim Wurf) erzielte im Hinspiel gegen die DHK Flensborg sechs Tore.

Tomas Pavlicek (beim Wurf) erzielte im Hinspiel gegen die DHK Flensborg sechs Tore.

Foto:

bösener

Dessau -

Gute 30 Minuten hat sich der Dessau-Roßlauer HV schwer getan. Dabei hatte Uwe Jungandreas doch schon vor dem Spiel warnende Worte gesprochen, davon erzählt, dass er die DHK Flensborg für einen sehr starken Gegner hält. Sein Team fand in der Schlussphase dann aber doch noch den Schlüssel gegen den Aufsteiger und konnte als 29:23-Sieger die Anhalt-Arena verlassen. Etwas mehr als vier Monate liegt diese Partie mittlerweile schon wieder zurück, die Leistung des Gegners nötigt Uwe Jungandreas noch immer Respekt ab: „Flensborg ist zwar ein Aufsteiger, aber ich habe schon damals gesagt, dass sie vorne dabei sein werden.“

Trainer hat Recht behalten

Mit seinem Gespür sollte der DRHV-Trainer auch in diesem Fall einmal mehr Recht behalten. Wenn der Spitzenreiter der 3. Liga Nord am Sonnabend zu seinem ersten Punktspiel in diesem Jahr antritt, dann tut er das beim Tabellenvierten. „Wir haben 40 Minuten sehr gut gespielt und waren mit unserer Leistung sehr zufrieden. Der knappe Spielverlauf war im Vorfeld nicht zu erwarten“, sagt Tobias Dahm, wenn er auf das erste Duell mit dem Dessau-Roßlauer HV zurückblickt. Und der Teammanager empfindet die Niederlage gar nicht mal als so tragisch: „Wir haben die Erkenntnis gewonnen, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können und haben damals viel Selbstvertrauen getankt.“ Gegen den SC Magdeburg II hat das Team, welches in Flensburg beheimatet ist, im Hinspiel deutlich mit 41:23 gewonnen - und auch im zweiten Vergleich in Magdeburg beim 30:30-Unentschieden gepunktet.

„Das ist eine sehr spielstarke und ausgebuffte Mannschaft“, sagte Uwe Jungandreas und zeigt damit eine große Wertschätzung gegenüber dem kommenden Gegner. Der wiederum zeigte sich vom DRHV begeistert. „Dessau-Roßlau hat die beste Abwehr der Liga, viel Erfahrung und einen breiten Kader, was wir gerade zum Ende des Spiels schmerzlich gemerkt haben“, erinnert sich Tobias Dahm. Robert Lux, der es im Hinspiel auf acht Tore brachte, und Tomas Pavlicek (6) waren die Erfolgsgaranten des DRHV.

Torwart mit Leistenproblemen

Am Dienstagabend unterlagen beide mit ihrem Team in einem letzten Testspiel gegen den LVB Leipzig mit 29:30, hatten aber noch das anstrengende Montagabendtraining in den Knochen. Wirkliche Erkenntnisse wollte Uwe Jungandreas aus dieser Partie und dem Testspiel gegen den HSV Bad Blankenburg gar nicht erst ziehen. Schon vorher wusste er, dass sein Team richtig gut ist, wenn es über eine sehr gute Abwehrleistung in das Tempospiel kommt. „Im Positionsspiel haben wir noch ein paar Probleme“, so Jungandreas.

Ein weiteres Problem hatte der DRHV-Coach in dieser Woche beim Training: Torwart Phil Döhler musste mit Leistenproblemen aussetzen. „Ich hoffe, dass er uns zur Verfügung stehen wird“, so der Trainer.

Worauf sich der Dessau-Roßlauer HV am Sonnabend einstellen muss, beantwortet Tobias Dahm: „Eine volle Hütte und eine Mannschaft, die den Spitzenreiter unbedingt schlagen möchte.“ Der Teammanager der DHK Flensborg selbst geht davon aus, dass der DRHV auf die Spielweise seines Teams gut eingestellt sein wird. „Ich erwarte wechselnde Abwehrtaktiken und ein druckvolles, variables Angriffsspiel“, so Dahm. Vor allem Sjören Tölle und Jeppe Bruhn muss der DRHV in den Griff bekommen. Vier Treffer erzielten beide im Hinspiel und liegen in der Torschützenliste der 3. Liga Nord auf den Plätzen fünf und sechs. Auch sie machen Flensborg zu einem gefährlichen Auftaktgegner. (mz)