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Handball-3. Liga: Diese Gegner könnten für den Dessau-Roßlauer HV zu Stolperfallen werden

Radek Sliwka (l.) und den DRHV könnte am letzten Spieltag ein echtes Endspiel mit dem SC Magdeburg II erwarten.

Radek Sliwka (l.) und den DRHV könnte am letzten Spieltag ein echtes Endspiel mit dem SC Magdeburg II erwarten.

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Hartmut bösener

Dessau -

Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach: Macht der Dessau-Roßlauer HV auch das letzte Dutzend voll und gewinnt alle zwölf verbleibenden Saisonspiele in der 3. Liga Nord, dann ist dem Team die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Doch ganz so einfach dürften die restlichen Gegner es dem Team von Uwe Jungandreas nicht machen. Auf dem Weg zur möglichen Meisterschaft liegt noch der eine oder andere Stolperstein und am Ende könnte es sogar zum großen Showdown kommen. Die Mitteldeutsche Zeitung wagt einen Blick auf die Schwere der einzelnen Aufgaben.

19. Spieltag, 6. Februar: Füchse Berlin II (H)

Beim Peugeot-Cup in der Dessauer Anhalt-Arena gingen sie sich noch aus dem Weg. Ein Teil der Reservespieler aus Berlin waren vor anderthalb Wochen schon zu Gast, trafen aber nicht auf den DRHV. Der hat sich im Hinspiel in der Max-Schmeling-Halle schwer getan, erzielte zur Freude aller 300 mitgereisten DRHV-Anhänger in der Schlusssekunde aber noch den 29:29-Ausgleich. Auswärts tun sich die Füchse allerdings in dieser Saison schwer: Einem Sieg stehen sieben, teilweise deutliche, Niederlagen gegenüber. Es scheint unwahrscheinlich, dass die Füchse-Reserve in Dessau punktet.

Stolperfaktor: 20 Prozent

20. Spieltag, 13. Februar: Oranienburger HC (A)

Den Tabellenzehnten hatte der Dessau-Roßlauer HV im Hinspiel zu jeder Zeit im Griff. Nach einer tollen ersten Hälfte lag der DRHV mit 17:10 in Führung, ließ es im zweiten Durchgang etwas lockerer angehen. Nach einem guten Saisonstart sind die Oranienburger mittlerweile auf den elften Platz abgerutscht. Von den letzten sechs Spielen gingen vier verloren, einem Unentschieden steht nur ein Sieg gegenüber. Der gelang aber gegen den SC Magdeburg II. Auch gegen Potsdam (3.) und den DHK Flensborg (4.) wurde gewonnen.

Stolperfaktor: 45 Prozent

21. Spieltag, 21. Februar: HSV Insel Usedom (H)

Das Schlusslicht der Liga reist an - und alles andere als ein Sieg dürfte nicht zur Debatte stehen. Denn wenn der HSV Insel Usedom bisher gepunktet hat - und das kam bei zwei Siegen und einem Remis erst dreimal in dieser Saison vor - dann in eigener Halle. Dort wurde aber gerade erst der VfL Potsdam geschlagen.

Stolperfaktor: 25 Prozent

22. Spieltag, 27. Februar: SV Anhalt Bernburg (A)

Gut zwanzig Minuten hatte der DRHV das erste Derby dieser Saison voll im Griff, führte mit 12:5. Dann kam das Team gegen die aggressive Deckung nicht mehr zurecht und geriet sogar in Rückstand. Am Ende konnte sich das Team von Uwe Jungandreas knapp durchsetzen, muss sich aber auch im zweiten Duell auf eine schwere Aufgabe einstellen. Im neuen Jahr suchen die Bernburger aber noch nach ihrer Form - vor allem die Abwehr bereitet Sorgen.

Stolperfaktor: 60 Prozent

23. Spieltag, 6. März: SV Mecklenburg Schwerin (H)

Hart erkämpft war der Hinspielsieg: Das 22:21 hing an einem seidenen Faden und musste bis zum Ende hart verteidigt werden. In fremder Halle zeigen aber auch die Schweriner oftmals ein anderes Gesicht, nur drei von zehn Auswärtsspielen wurden gewonnen. Vier der sieben Niederlagen fielen zudem mit mindestens sieben Toren Unterschied sehr deutlich aus.

Stolperfaktor: 40 Prozent

24. Spieltag, 13. März: TSV Burgdorf II (A)

Die Reserve des Erstligisten war eine der härtesten Nüsse, die der DRHV bisher zu knacken hatte. Mit 14:10 lagen die Hannoveraner in der ersten Halbzeit in Führung. Sein bis dahin bestes Spiel sollte nach dem Seitenwechsel Florian Pfeiffer zeigen. Noch immer ist nicht geklärt, ob der Leipziger am Ende sieben oder acht Treffer erzielt hatte, aber das war hinterher egal. In eigener Halle sind die Recken eine Macht. Acht von neun Spielen wurden gewonnen. Die einzige Niederlage gab es gegen den SC Magdeburg II. Ansonsten wurden Hildesheim (32:20!!!), Potsdam oder auch Bernburg geschlagen.

Stolperfaktor: 50 Prozent

25. Spieltag, 20. März: TSV Altenholz (A)

Problemlos hat der DRHV die Hürde Altenholz in der Hinrunde genommen. Beim Start-Ziel-Sieg in eigener Halle benötigte das Team von Uwe Jungandreas eine Viertelstunde, um Schwung aufzunehmen. Dann aber machte der DRHV innerhalb von acht Minuten aus einem 6:6 ein 15:7. Das 34:25 ist der bisher höchste Saisonsieg des DRHV. Die Spitzenteams der 3. Liga Nord haben in Altenholz gewinnen können. Siegte Potsdam klar (35:30), hatten der SC Magdeburg II (29:28) und der DHK Flensborg (28:27) aber Probleme.

Stolperfaktor: 40 Prozent

Wie die Chancen bei den weiteren Gegnern stehen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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