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Handball-3. liga: 31:28-Sieg für den Dessau-Roßlauer HV beim HSV Hannover

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Der DRHV feierte seinen Sieg bereits in der Kabine.

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Hannover -

Wenn Phil Döhler in der Torschützenliste auftaucht, ist das schon etwas besonderes. Wenn der Torwart des Dessau-Roßlauer HV aber zweimal in einer Partie trifft, und es damit auf die selbe Ausbeute wie Robert Lux bringt, dann muss etwas außergewöhnliches passiert sein. Und als außergewöhnlich konnte der Einsatz des HSV Hannover gegen den DRHV bezeichnet werden. „Wir waren darauf vorbereitet, aber nicht von Anfang an und über 60 Minuten“, sagte Florian Pfeiffer.

Der Rückraumspieler des DRHV sollte am Ende mit zehn Treffern bester Torschütze der Partie sein und damit großen Anteil am 31:28-Sieg des Tabellenführers haben. Dieser Erfolg war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Neben dem Einsatz des siebten Feldspielers in der Offensive hatten sich die Gastgeber auch für die Defensive etwas überlegt und nahmen Kapitän Robert Lux die komplette Partie in Manndeckung. „Das kennen wir schon aus anderen Spielen, dafür haben wir einige Lösungen“, so Pfeiffer, „der siebte Feldspieler hat uns aber schon Probleme bereitet.“

In einer ausgeglichenen Anfangsphase konnte zwar Phil Döhler gegen diese besondere Art des Angriffsspiels seine zwei Tore erzielen, aber die nahmen die Gastgeber offenbar in Kauf und wichen von dieser Variante nicht ab. Die Zuschauer bekamen ein Spiel mit vielen Toren geboten, in welchem die Gastgeber mit einer 17:16-Führung in die Pause gingen. „17 Gegentore sind einfach zu viel“, sagte Florian Pfeiffer. Auch Uwe Jungandreas war damit nicht zufrieden. „Wir waren defensiv nicht schnell genug auf den Füßen“, sagte der DRHV-Trainer, „wir mussten gegen die sieben Mann sehr defensiv decken, was uns nicht so sehr liegt.“

Doch sein Team ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Angeführt von Florian Pfeiffer und Tomas Pavlicek, der acht Tore erzielte - sechs davon vom Siebenmeterpunkt - erarbeitete sich der DRHV einen kleinen Vorsprung. In der 39. Minute war das Team erstmals mit drei Toren in Führung. „Wir waren in der Abwehr aggressiver und sehr diszipliniert“, so Jungandreas.

Über die komplette Spielzeit musste sein Team lediglich eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe hinnehmen. Die ging, wegen angeblichen Fußspiels, an Florian Pfeiffer. Gut einen Monat nach seinem Außenbandriss ist der Rückraumspieler wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. „Die Schiene ist noch dran und ich tape den Fuß auch noch“, sagt er, „manchmal habe ich nach dem Training noch leichte Schmerzen, aber im Spiel merke ich das nicht.“

Auch nicht in Hannover, wo die Gastgeber in der 45. Minute noch einmal auf 22:23 verkürzen konnten (46.). Doch nach dem Treffer zum 26:23 durch Tomas Pavlicek war der Widerstand des HSV gebrochen. „Vielleicht hatten wir auch noch ein paar mehr Körner“, so Jungandreas, dessen Team damit auch das zweite Spiel des Jahres gewinnen konnte. Daran konnte dann auch die außergewöhnliche Spielweise des HSV Hannover nichts ändern.

DRHV: Döhler (2), Sprecher, Pavlicek (8/6), Donath (2), Vanco (5), Lux (2), Sliwka, Pfeiffer (10), Krug, Hoffmann, Schmidt, Hanner (2) (mz)