Online-Aktionsankündigung-Einlaufkinder-RBL
Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Handball - 3. Liga: Neuer Präsident Hirsch will Dessau-Roßlauer HV in 2. Liga führen

Seit dem 10. Dezember 2015 ist Ralph Hirsch Präsident des Dessau-Roßlauer HV.

Seit dem 10. Dezember 2015 ist Ralph Hirsch Präsident des Dessau-Roßlauer HV.

Foto:

Hartmut Bösener

Dessau -

Handball-Drittligist Dessau-Roßlauer HV hat seit dem 10. Dezember 2015 einen neuen Präsidenten: Ralph Hirsch, Sportdirektor der Stadt Dessau-Roßlau, hat das Amt von Thomas Zänger übernommen und will den Verein mit seinem Team in die 2. Liga führen. Wie weit der Weg dorthin ist, in welcher Struktur der Sprung gelingen soll und warum ein starker DRHV gut für die Stadt und die gesamte Sportszene der Region ist, verriet Hirsch im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.

Seit Sie Präsident geworden sind, hat der Dessau-Roßlauer HV die Tabellenspitze in der 3. Liga erobert, zwei Derbys gewonnen und 5:1 Punkte geholt. Ist das schon der Hirsch-Effekt?

Hirsch: Die Mannschaft hat seit Monaten hart und gut gearbeitet, ist eine tolle homogene Einheit geworden. Der Trainer hat es zudem verstanden, aus jedem Einzelnen noch viel mehr herauszuholen. Beides kombiniert, ergibt den Lohn, zum Ende des Jahres ganz oben zu stehen. Mein Beitrag dazu war bisher eher einer im Hintergrund, das wird sich nun wandeln. Wobei: Es muss jetzt nicht alles umgekrempelt werden. Bei allen Problemen, die es immer noch gibt, ist der Verein aktuell gut aufgestellt. Daran kann man jetzt wunderbar anknüpfen und gestalten.

Der momentane Erfolg aber muss auch Ihnen Spaß machen.

Hirsch: Selbstverständlich. Erfolge kann man sich wünschen, Erfolge kann man sich ausmalen. Aber man kann sie definitiv nicht planen. Dafür muss vieles zusammen kommen - und am Ende muss es eine Mannschaft umsetzen.

Warum und wann haben Sie sich entschieden, an die Spitze des Vereins zu rücken?

Hirsch: Der bisherige Präsident Thomas Zänger hat ja vor einem guten halben Jahr relativ frühzeitig gesagt, dass er zwar dem Dessau-Roßlauer HV verbunden bleibt, aber bei der nächsten Mitgliederversammlung nicht noch einmal kandidieren wird. Einige Zeit später kamen die ersten Anfragen aus dem Vorstand, dem Wirtschaftsbeirat und dem Umfeld des Vereins, ob ich mir vorstellen könnte, dieses Amt zu übernehmen. Zudem ist der DRHV einer von vielen Vereinen in der Stadt, dessen Arbeit ich in den vergangenen Jahrzehnten aktiv unterstützt und mitgeholfen habe, Lösungen zu finden, weshalb mir viele Probleme bekannt waren. Auch deshalb habe ich dann gesagt, dass ich mir das Präsidentenamt vorstellen könnte. Mit einer endgültigen Zusage aber habe ich lange gewartet.

Über den Spitzensport in Dessau, Interessenskonflikte und Aufgaben spricht Hirsch auf der nächsten Seite.

nächste Seite Seite 1 von 3