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Basketball-Oberliga: Kehrt der Distanzwurf beim BC Anhalt wieder zurück?

Mario Friedrich (am Ball) und der BCA wollen den Heimsieg.

Mario Friedrich (am Ball) und der BCA wollen den Heimsieg.

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Hartmut Bösener

dessau -

Noch sechs Spiele. Und vier davon daheim. Im Kampf um die Play-offs der Basketball-Oberliga hat es der Spielplan gut gemeint mit dem BC Anhalt. Der Tabellenzweite könnte sich aus eigener Kraft sogar noch die Tabellenführung erarbeiten, die für die Meisterschaftsrunde der besten vier Teams der regulären Saison die beste Ausgangsposition verspricht. Doch Mario Friedrich warnt. „Jedes dieser Spiele muss erstmal absolviert werden“, sagt der Spielertrainer des BC Anhalt, „und dass wir zu Hause nicht unverwundbar sind, hat die Partie gegen Aschersleben gezeigt.“

Auch deshalb ist Vorsicht angesagt, wenn der BCA am Sonnabend (Anpfiff 16 Uhr, Sporthalle Philanthropinum) im ersten Heimspiel des Jahres 2016 den VfL Kalbe/Milde empfängt. Der Tabellensechste ist ein guter Bekannter: Seit Jahren kennt man sich, trägt enge Partien aus. Meist jedoch mit klaren Vorteilen für das Heimteam. In dieser Spielzeit aber war das anders: Mitte Oktober gewann der BC Anhalt überraschend im Norden Sachsen-Anhalts 84:74 - ein Schlüsselerlebnis des starken Saisonstarts der Dessauer. Die Begegnung ist bis heute präsent in den Köpfen von Teams und Anhängern. Der Grund: Damals ereignete sich ein schier unglaubliches Dreipunktfestival. Gemeinsam versenkten die Mannschaften 24 Distanzwürfe.

Zuletzt aber stockte die BCA-Produktion in dieser Abteilung. „Unsere Quote muss da unbedingt wieder nach oben gehen“, fordert Mario Friedrich, dem am Samstagnachmittag Ungewöhnliches passieren könnte: Verletzt sich keiner seiner Akteure mehr, wird die Maximalzahl von zwölf Spielern zur Verfügung stehen. Der beim Auswärtssieg in Halle noch fehlende Dorde Zdravkovic ist zurück.

Nach dem etwas holprigen, schlussendlich aber doch gewonnen, Spiel bei Justabs Halle hoffen die Dessauer wieder auf mehr Struktur in ihrem Spiel. Neuzugang Rami Daba, der auf der so wichtigen Aufbauposition eingesetzt wird, soll sich weiter in das Spiel der Dessauer Korbjäger integrieren. „Aber natürlich müssen auch wir ihn noch besser im Spiel kennenlernen“, sagt Mario Friedrich. Idealerweise macht man das mit einem Heimsieg. (mz)