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Sanierung des Schlosses Georgium: Kulturamt sucht nach Alternative für Cranach-Ausstellung

Steffen Kuras

Steffen Kuras

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Lutz Sebastian

Dessau/MZ -

2015 wird mit einer Landesausstellung an das Schaffen des Wittenberger Künstlers Lucas Cranach der Jüngere erinnert, dessen Geburtstag sich zum 500. Mal jährt. Da die Anhaltische Gemäldegalerie über herausragende Bestände altdeutscher Malerei verfügt, sollte eine Ausstellung im Schloss Georgium Teil der Landesausstellung werden. Fällt die Exposition jetzt aus, weil das Georgium nicht fertig wird? MZ-Redakteurin Annette Gens fragte Kulturamtsleiter Steffen Kuras.

So wie es aussieht, wird im Georgium im nächsten Jahr keine Cranach-Ausstellung eröffnet werden können. Gibt es einen Plan B?

Kuras: Es gibt einen Ausweichplan, der jedoch finanziell noch auf wackligen Füßen steht.

Was konkret schwebt der Stadt vor?

Kuras: Die Kunstwerke der Anhaltischen Gemäldegalerie und die Bestände der Georgsbibliothek könnten 2015 sowohl im Johannbau als auch in der Marienkirche gezeigt werden. Doch momentan ist nicht geklärt, wie diese Exposition finanziell gesichert werden kann. Dessau verfügt wegen des noch ausstehenden Theater-Vertrages zwischen Stadt und Land über keinen beschlossenen Haushalt. Offen ist deshalb, ob die für eine Cranach-Ausstellung erforderlichen Eigenmittel zur Verfügung gestellt werden können. Wenn dies gelingt, muss ferner das Land als wichtiger Finanzierungspartner und Träger der Landesausstellung von unserem Konzept überzeugt werden.

Wie viel Geld wird benötigt?

Kuras: 100000 Euro. Etwa ein Drittel davon müsste noch in diesem Jahr bereit stehen.

Eignet sich die nicht klimatisierte Marienkirche als Ausstellungsort für Alte Meister?

Kuras: In der Marienkirche würden wir eine Art Rauminstallation umsetzen und zeigen, wo dort früher überall Gemälde von Cranach zu sehen waren. Im Johannbau würden die Originale gezeigt.


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