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Protest in Dessau-Roßlau: „Lichter für Toleranz“ in der Waldstraße

Altenheim

Das Altenheim in der Waldstraße steht seit August leer und wird nun umgenutzt.

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Sebastian

Dessau-Roßlau -

Unter dem Motto „Lichter für Toleranz - Roßlau ist bunt und weltoffen“ ruft das Netzwerk „Gelebte Demokratie“ am Dienstag, 12. Januar, zu einer Protestkundgebung vor der geplanten Gemeinschaftsunterkunft in der Roßlauer Waldstraße auf. Mit der Aktion will das Bürgerbündnis gegen einen zeitgleich stattfindenden Aufmarsch von Rechten aus dem militanten Kameradschaftsspektrum und dem NPD-Umfeld deutlich Position beziehen. Nach einigen Wochen Pause haben Rechte am Dienstag eine Kundgebung mit einem Lichterspaziergang vor der Grundschule in der Roßlauer Waldstraße angemeldet.

Symbol der Menschlichkeit

Die extrem rechte Szene grenze mit ihrer Ideologie Flüchtlinge, Andersdenkende, sozial Schwache und Menschen mit Handicaps aus, kritisiert Steffen Andersch vom Netzwerk „Gelebte Demokratie“. Die Polarisierung der Gesellschaft werde vorangetrieben. „Gegen diese angst- und hassbesetzte Inszenierung wollen wir ein klares Symbol der Menschlichkeit und Solidarität setzen.“

Das Bündnis „Gelebte Demokratie“ ruft dazu auf, am Dienstag bunte Lampions und Knicklichter mit in die Waldstraße zu bringen. Nicht aber Fackeln. Vor Ort ist ein kleines musikalisches Programm geplant, gibt es warmen Tee.

Das ehemalige Pflegeheim in der Roßlauer Waldstraße hat die Stadt Dessau-Roßlau im Herbst vorigen Jahres zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Bislang ist diese aber noch nicht genutzt. Ankommende Flüchtlinge wurden bislang dezentral in etwa 300 Wohnungen im Stadtgebiet untergebracht. (mz)


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