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Protest gegen Neonazi-Aufmarsch: Dessauer Mahnwachen werden zur Menschenkette

Dessau/MZ -

Beim Protest gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch am 8. März soll es rund um das Stadtzentrum insgesamt 17 Mahnwachen geben. Das hat das Bündnis „Gelebte Demokratie“ mitgeteilt. An diesen quer das Stadtgebiet verteilte Treffpunkten wollen dutzende Streckenpaten dafür sorgen, dass auch in diesem Jahr der symbolische Ringschluss um das Dessauer Stadtzentrum gelingt. 2013 hatten sich an der Aktion mehr als 2.000 Dessauer beteiligt.

Vielfältig und bunt

„Der Unterstützerkreis ist dabei genau so vielfältig, wie der Protest bunt ist“, freut sich Steffen Andersch vom Bündnis „Gelebte Demokratie“. So hätten bislang zahlreiche Kirchengemeinden und demokratischen Parteien ihre Teilnahme ebenso zugesagt wie das Festkomitee des Dessauer Karnevals, der Dessauer Stadtsportbund, die Stiftung Bauhaus, die Fachhochschule Anhalt, das Anhaltische Theater, die Gymnasien der Stadt, der Migrantenrat, der Stadtfrauenrat oder der Allgemeine Deutsche Fahrradclub.

Unabhängig davon hat Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig insgesamt 83 Vereine, 94 Unternehmen, die Bundestagsabgeordneten der Region sowie alle Mitarbeiter der Verwaltung und der städtischen Eigenbetriebe in einem offenen Brief dazu aufgerufen, sich am 8. März am Protest aktiv und kreativ zu beteiligen. Das Netzwerk „Gelebte Demokratie“ ruft an diesem Tag dazu auf, „bunt, fantasievoll und friedlich Gesicht gegen den braunen Ungeist zu zeigen“.

Netzwerk seit vier Jahren aktiv

Das Netzwerk tritt seit nunmehr vier Jahren für eine demokratische Alltagskultur in Dessau-Roßlau ein. Ihm gehören inzwischen 50 Vereine, Initiativen, Bildungsträger, Kultureinrichtungen, Institutionen sowie einzelne Bürger an. Es wirbt für ein tolerantes Miteinanders und Zivilcourage.


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