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Panoramabilder Anhalt: Kultur, Leben, Technik

Uhr | Aktualisiert 07.06.2012 16:58 Uhr
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Spielsaal Schloss Köthen

Panoramabild des Spielsaals im Schloss Köthen. (FOTO: Gitte Kießling)

Die 360°-Welten aus Köthen und Dessau wurden für die Sonderbeilage der Mitteldeutschen Zeitung Anhalt 800 produziert.
Halle (Saale)/MZ/STK. 

Die 360°-Welten des Spiegelsaals im Köthener Schloss, des Atriums im Umweltbundesamt in Dessau und der Produktionsanlage des Impfstoff- und Pharmazieherstellers IDT Biologika wurden für die Sonderbeilage der Mitteldeutschen Zeitung Anhalt 800 produziert.

Spiegelsaal im Köthener Schloss

Als Albrecht I. von Brandenburg, genannt Albrecht der Bär, noch herrschte, war daran nicht zu denken, doch spätere Generationen des Herrschergeschlechts der Askanier bauten ihre Burg immer weiter zu einer echten Fürstenresidenz aus.


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Dem in Roßlau geborenen Christian Gottfried Heinrich Bandhauer blieb es vorbehalten, im Ludwigsbau, den die Brüder Peter und Franz Niuron aus Lugano von 1600 bis 1608 errichtet hatten, den schönsten Festsaal der Stadt zu errichten: Der heute als „Spiegelsaal“ bekannte Raum ist ein echter Thronsaal, der in weißer, grüner und ockerfarbener bis rötlicher Stuckierung gehalten ist und Harmonie und Eleganz ausstrahlt.

Für Bandhauer war es der Beginn einer großen Karriere: Herzog Ferdinand war von dem eindrucksvollen tonnengewölbten Spiegelsaal so begeistert, dass er den „Sohn geringer Eltern“ zum Bauinspektor ernannte, ihn später zum Baurat beförderte und ihm schließlich den Titel Baudirektor verlieh. Der Spiegelsaal hat seinen Schöpfer überlebt: Nachdem Fördermittel für die Grundsicherung des Tonnengewölbes bereitgestellt wurden, wird im Frühsommer mit den Arbeiten im Spiegelsaal begonnen werden.

Atrium im Umweltamt des Bundes in Dessau

Viel Glas und Metall, aber wenig Energieverbrauch: Bevor das Umweltbundesamt aus der Hauptstadt Berlin in die anhaltische Provinz zog, war klar, dass der neue Dienstsitz in Dessau eine Demonstration des nachhaltigen Bauens der Zukunft werden sollte.


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Für rund 68 Millionen Euro stellte das Architekturbüro Sauerbruch Hutton ein Gebäude in das ehemalige Gasviertel von Dessau, das nicht nur durch seine gelungene farbliche Gestaltung und seine intelligente räumliche Struktur auffällt, sondern auch unterschiedliche Strategien zur Senkung des Energieverbrauchs zu einem schlüssigen Gesamtkonzept verbindet.

Blickfang nach außen sind die als Holzkonstruktion ausgebildeten Fassaden mit ihren breiten Lärchenholzbrüstungen und ihrer horizontal gegliederten Kolorierung, so dass schon von Deutschlands „schönstem Verwaltungsgebäude“ die Rede war. Es ist aber eben nicht nur schön: Das Haus der obersten Umweltaufpasser der Republik unterschreitet die Werte der geltenden Wärmeschutz- Verordnung deutlich.

Impfstoffe aus Tornau

Seinen Ursprung hat das Unternehmen im Bakteriologischen Institut der Anhaltischen Kreise, das im Juli 1921 in einem Hinterhaus den Betrieb aufnahm. 1930 wurde daraus das Anhaltische Serum-Institut Dessau und nach dem Krieg firmierte das enteignete Institut als VEB Serum-Werk.


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Schon in den 80er Jahren folgte eine weitere Umbenennung, diesmal aufgrund der gestiegenen Anforderungen an die Produktionskapazitäten, wegen der die Produktion von Impfstoffen für die Humanmedizin ausgegliedert worden war. Aus dem Serum-Werk wurde nun das Impfstoffwerk Dessau-Tornau. Nach dem Mauerfall schien das moderne Werk dennoch lange Jahre ein Ladenhüter im Treuhand-Portfolio zu sein, weil sich kein Käufer fand.

Doch 1993 kam der Unternehmer Hartmut Klocke, bekannt als Produzent für die pharmazeutische und kosmetische Industrie, und übernahm die Firma. Seitdem erfolgten umfangreiche Investitionen in den Standort, um die Kapazitäten zu erhöhen - unter anderem in die erste gläserne Manufaktur für Impfstoffe weltweit.

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