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Neujahrsempfang in Rosslau: Stolz auf viele Ehrenamtliche

Oberbürgermeister Peter Kuras (l.) mit Gespräch mit Christa Müller und Jörn von der Heydt aus Roßlau sowie Frank Rumpf aus Rodleben.

Oberbürgermeister Peter Kuras (l.) mit Gespräch mit Christa Müller und Jörn von der Heydt aus Roßlau sowie Frank Rumpf aus Rodleben.

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sebastian

rosslau -

Seit der Städtefusion wird in den Roßlauer Ratssaal geladen zum Dankeschön an Ehrenamtliche für ihr Wirken nördlich der Elbe. „Und das sind ganz viele“, freut sich Oberbürgermeister Peter Kuras, der die festliche Zeremonie zum zweiten Mal miterlebt. Die öffentliche Würdigung der zahllosen Ehrenamtler, die die Bürgergesellschaft tragen, sei lobenswerte Kultur und in ganz Dessau-Roßlau längst nicht alltäglich, so Kuras.

Würdigung des Engagements der Rosslauer

Den von Ortsbürgermeisterin Christa Müller in knappen Worten umrissenen Jahresrückblick indes kennt Kuras aus vielen Besuchen von Höhepunkte im Jubiläumsjahr. „Mit dieser 800-Jahrfeier über ein ganzes Jahr haben die Menschen in Roßlau wirklich Großartiges geleistet, was schwer zu toppen ist.“

Ausbau des Hafens soll schnell umgesetzt werden

Die Runde aber schwelgt nicht allein in Erinnerungen. Neben Schulsanierung, Altenheimeröffnung und Hafenförderung weist Müller auch auf Unerledigtes hin. So war der Fördermittelbescheid zur 80-prozentigen Landesförderung beim trimodalen Ausbau des Industriehafens für 10,5 Millionen Euro im Mai 2015 im Dessauer Rathaus eingegangen. „Jetzt aber sollten wir mit Planung und Umsetzung zügig vorankommen. Schließlich ist der Hafen einzig ausgewiesenes Industriegebiet der Stadt.“ Auch die Teilortsumfahrung B184 brennt auf den Nägeln. „Hier hat der Bundesverkehrswegeplan mit aufwändiger Entwicklung eines EDV-Programms sehr viel Zeit verloren“, sind für OB Kuras hier schlimmste Befürchtungen eingetreten: „Zwei Jahre sind ein bisschen viel.“ Was die Grundstücke für die Trasse angeht, stehe die Schiffswerft Roßlau zu ihrer Zusage. Nunmehr hat Kuras die Umfahrung Roßlau im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten Ulrich Petzold auf dessen Agenda gesetzt.

Nachdenken über Stadtnamen

Was die Roßlauer besorgt beobachten, ist das erneute laute Nachdenken über den Stadtnamen, unterschwellig oder ganz direkt bei den Neujahrsempfängen wahrzunehmen. Auch Kuras teilt die Sorge vor plakativen Lösungen. „Warum braucht es eine amtliche Änderung? Wir müssen die Fusion in Dessau-Roßlau gestalten und leben. Dessau und Roßlau passen doch gut zusammen“, findet Kuras den Beifall der Runde.

Der Oberbürgermeister der im Juli 2007 aus der Taufe gehobene Doppelstadt ist kein „Mann der Brechstange“, plädiert dafür, „laute Rufer zu besänftigen“ und in einer hochsensiblen Frage jetzt „die Nerven zu behalten“. (mz)


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