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Naturkundemuseum in Dessau: Kulturausschuss will Feinkonzept für den Umbau

Das Naturkundemuseum bleibt im Dezember und Januar geschlossen.

Der Kulturamtsleiter sicherte den Mitgliedern des Kulturausschusses zu, dass die Arbeit am Konzept für das Naturkundemuseum der erste Schritt für ein Gesamtkonzept sei.

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ARCHIV/SEBASTIAN

Dessau -

„Wann ist der richtige Zeitpunkt, das Naturkundemuseum anzugehen?“ Diese Frage war es, die am Donnerstag im Kulturausschuss die Diskussion über den weiteren Umgang mit der Rahmenkonzeption für das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte bestimmte.

Der Hauptausschuss hatte in seiner Sitzung am Dienstag vor der Beschlussfassung zum Naturkundemuseum ein Gesamtmuseumskonzept gefordert, um zu vermeiden, dass beispielsweise das Stadtgeschichtsmuseum vernachlässigt wird. Die Verwaltung soll dies nachreichen.

Klarheit über die Kosten fehlt

Der Inhalt der Rahmenkonzeption für das Naturkundemuseum findet aber in beiden Ausschüssen ungeteilte Zustimmung. In einer Beschlussvorlage für beide Ausschüsse sollten die Weichen gestellt werden für die Entwicklung der Feinkonzeption des Naturkundemuseums, was mit 60.000 Euro zu Buche schlagen würde. Die Einbeziehung eines Architekten für die Planung der baulichen Veränderungen sind mit weiteren 20.000 Euro veranschlagt. Kosten, die in der Haushaltsplanung 2016 noch nicht berücksichtigt sind, worauf Kämmerin Elke Wirth mit Nachdruck hinwies. „Wir haben auch noch das Georgium, wo uns noch 2,3 Millionen Euro fehlen.“

Die Finanzierung konnte und wollte auch der Kulturausschuss nicht außer Acht lassen. „Aber wir müssen Klarheit kriegen über Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten, dafür brauchen wir ein Feinkonzept“, argumentierten unter anderen Hans-Georg Otto und Silke Benckenstein. „Wir sollten das Konzept fertig haben, auch wenn wir die Realisierung vielleicht später angehen“, unterstützte Kulturamtsleiter Steffen Kuras die Überlegungen. Schließlich einigte man sich mit knapper Mehrheit darauf, den Beschlussvorschlag zu ändern und die 80.000 Euro hälftig 2016 und 2017 im Haushalt einzustellen.

Der Kulturamtsleiter sicherte den Mitgliedern des Kulturausschusses zu, dass die Arbeit am Konzept für das Naturkundemuseum der erste Schritt für ein Gesamtkonzept sei. „Wir haben auch das Stadtgeschichtsmuseum im Blick, hier laufen Absprachen in der Verwaltung, ebenso für das Technikmuseum mit dem Trägerverein.“ Aus diesen Einzelbausteinen werde dann das Gesamtkonzept erstellt. „Eine Zeitschiene dafür stellen wir den Ausschüssen in Kürze vor.“ (mz)


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