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Märchenaufführung: Listiger Wolf hoch zu Ross

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 19:32 Uhr
Der listige Wolf näherte sich - wie sollte es anders sein ? - auf dem Pferd. (FOTO: SEBASTIAN) 
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Das Reit- und Therapiezentrum Rodleben zeigte ein Märchen der Gebrüder Grimm. Darüber hinaus konnten interessierte Gäste einen Einblick vom Leben auf dem Reiterhof gewinnen.
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RoDLEBEN/MZ. 

Auf dem Hof von Tierärztin Kirsten Osterland herrscht das ganze Jahr über in und um die Pferdeställe herum immer Trubel. Sei es bei Turnieren oder Therapiestunden. Ruhe kennen die Mitglieder des Reit- und Therapiezentrums eher nicht. Die finden sie auf dem Rücken ihrer Pferde.

Was sie darauf schon alles können, zeigten die Jungen und Mädchen am Sonnabend eindrucksvoll. Wie in jedem Jahr hatten sie ein Märchen einstudiert, was sie nicht nur ihren Verwandten zeigten, sondern auch interessierten Gästen, die einen Einblick vom Leben auf dem Reiterhof gewinnen wollten. Dabei die Pferde mit in das Märchen einzubauen, das ist in jedem Jahr eine Herausforderung.

Sieben kleine weiße Geißlein und ein listiger Wolf hatten sich diesmal in der Reiterhalle verirrt. Für die jüngsten Zuschauer, die sich in der ersten Reihe dicht hinter dem Zaun gedrängt hatten, leicht zu erraten: Von der Mutter alleingelassen, konnten die Geißlein lange Zeit dem bösen Wolf entkommen. Doch dieser war hinterlistig und ließ sich Kreide geben, um die Stimme zu verändern, und weißes Mehl für seine Pfote.

Kaum hatte er damit die kleinen Geißlein ausgetrickst, verschlang er sie alle. Bis auf ein kleines Geißlein, welches sich im Uhrenkasten verstecken konnte. Während der böse Wolf sich müde ins Gras legte und einschlief, kamen aus den Zuschauermengen schon die ersten Hinweise an die Geißmutter.

"Die muss dem Wolf den Bauch aufschneiden", verriet Emilia Koch, die das Märchen sehr gut kannte und am Wochenende mit ihren Eltern nach Rodleben kam. "Wir sind zum ersten Mal hier, weil Emilia Pferde über alles liebt", so Susan Koch, die über den Einwurf ihrer Tochter herzlich schmunzeln konnte.

Wie jedes Märchen, endete auch das Märchen der sieben Geißlein im Reitzentrum glücklich. Die Geiß, die völlig aufgelöst ob des Unglücks daheim war, befreite ihr letztes Kind aus dem Uhrenkasten und ging gemeinsam mit ihm auf die Suchen nach dem Wolf. Hilfe bekam sie wieder vom Publikum, das sich klar auf die Seite der Geißlein geschlagen hatte.

Aus dem Bauch befreit und alle wohl auf, begingen sie ein großes Fest und feierten noch gemeinsam mit ihren Gästen hinter dem Zaun. Auch wenn nicht jedes Geißlein ein Pferd abbekommen hatte, war es eine gelungene Aktion, die junge Reiter und ihre Pferde boten.

Zuvor jedoch hatte sich der Weihnachtsmann angekündigt und hatte für jedes Vereinsmitglied eine kleine Überraschung im großen Sack.

Mit dem Weihnachtsmärchen, an dem sowohl behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche teilnahmen, endete der Nachmittag im Reit- und Therapiezentrum noch lange nicht. Gemeinsam stand man bei Kaffee und Kuchen, den die Mütter liebevoll gebacken hatten beisammen und blendete die vorweihnachtliche Hektik einmal aus.

Im neuen Jahr wird es dann wieder mit Schwung und Elan in eine neue Reit- und Turniersaison gehen, in der wieder das Reit-, Fahr- und Springturnier im Sommer ausgetragen wird.

Im Reit- und Therapiezentrum Rodleben wird vielen Menschen der Zugang zum Pferd ermöglicht. Insbesondere behinderten Menschen, denen das Reiten hilft, glücklich zu sein und auch das Lebensgefühl stärkt.

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